AMANDA Jetzt! Jetzt wünsch dir was, Liebling, w ü n s c h dir was!
LAURA Was soll ich mir denn wünschen, Mutter?
AMANDA Glück! Nur ein kleines bißchen Glück!
Früher war Amanda Wingfield schön und begehrt: Alle Männer wollten mit ihr ausgehen, sie war beliebt und die Welt stand ihr offen. Dann heiratete sie, bekam zwei Kinder – und wurde schließlich von ihrem Mann verlassen. Jetzt bleiben von dieser glorreichen Zeit nur Erinnerungen, an die sie sich verzweifelt klammert. Ihren Kindern soll es einmal besser gehen, also mischt sie sich in deren Pläne ein – obwohl beide so ganz anders sind als die Mutter: Laura ist schüchtern und von der Welt verängstigt.
Durch ein verkrüppeltes Bein gezeichnet, traut sie sich nicht mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und zieht sich mehr und mehr in die Fantasiewelt ihres fragilen Glasspielzeugs, ihrer „Glasmenagerie“ zurück. Der Sohn Tom hat zwar einen sicheren Arbeitsplatz im Lagerhaus, aber er träumt von etwas anderem: Dem grauen Alltag entfliehen, Dichter werden und die Welt bereisen. Bis es allerdings so weit ist, verliert er sich Nacht für Nacht in Kinos, Lokalen und dem ziellosen Treiben der Stadt.
Alle drei hängen nostalgischen Träumen nach, die unerreichbar und zerbrechlich sind, und vergessen darüber die Realität. Erst als Tom auf Drängen seiner Mutter seinen Kollegen Jim mit nach Hause bringt, um ihn mit Laura zu verkuppeln, scheint die Möglichkeit von tatsächlichem Glück in greifbare Nähe zu rücken...
Tennessee Williams wurde 1911 in den USA geboren. „Die Glasmenagerie“ war sein erster Bühnenerfolg und wurde später mit Jane Wyman und Kirk Douglas verfilmt.
„Die Glasmenagerie“ erzählt von Sehnsüchten, hoffnungsloser Nostalgie und einer melancholischen Trostlosigkeit des Alltags. Williams entfaltet darin ein sensibles und rührendes „Spiel der Erinnerungen“, dem man sich nicht entziehen kann – ganz unverklärt und dennoch hoch poetisch. Ein Stück, das um die ewige Frage nach Glück und Selbstverwirklichung kreist, aber auch deren Grenzen erkennt: Ist wirklich alles möglich, wenn wir nur stark genug daran glauben? Oder sind unsere Träume manchmal zu zart, zu zerbrechlich für die Realität?
Besetzung
Regie: Carsten Knödler
Bühne/Kostüme: Frank Heublein
Dramaturgie: Rene Schmidt
Laura
Florence Matousek
Amanda
Sabine Krug
Tom
Philipp von Schön-Angerer
Jim
Stefan Migge
Premiere am 16.1.2010
Weitere Vorstellungen am 23.1.2010
Kontakt
Gerhart-Hauptmann-Theater-Zittau GmbH
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Links
http://www.theater-zittau.de/index.php?id=231&lg=de&ank=1490#1490
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Glasmenagerie
http://de.wikipedia.org/wiki/Tennessee_Williams

