Am Ostersonntag, dem 5. April 1874 wurde in Wien jene ‚Fledermaus’ uraufgeführt, die der 48-jährige Johann Strauß, laut durchaus glaubwürdiger Überlieferung, in vierzigtägiger Trance und Zurückgezogenheit zu Papier gebracht hatte.
Wie bei manchem großen Ereignis ahnten die Teilnehmer der Uraufführung im Theater an der Wien nicht, einem solchen beigewohnt zu haben. Die Wiener, die sich zumindest im Theater vor der Realität geborgen wissen wollten, missbilligten das Gegenwartsmilieu von Villa und Ballsaal...
Großzügig überließen sie es den ‚Piefkes’ in Hamburg und Berlin, aus der Novität einen Serienerfolg zu machen. (Karl Schumann)
Die Fledermaus’ wurde auf jeden Fall zur Operette der Rekorde: ‚beste Operette der Welt’, ‚Königin der Operetten’, ‚beste deutschsprachige Operette’ etc. und das, obwohl ihr Titel an ein Tier gemahnt, das gemeinhin als gespenstisch gilt, ja den Vampiren gleichgesetzt wird, die Orte bewohnen, an denen es nicht geheuer ist.
Ungeheure’ Wirkung erzielte man mit diesem an sich harmlosen Flugwesen auch, wenn man zum Karneval sein Äußeres borgte: das Wappentier des Schaurigen mutierte so zum Scherzartikel.
| Musikalische Leitung | Wolfgang Wengenroth |
| Regie | Friedrich Meyer-Oertel |
| Bühne und Kostüme | Heidrun Schmelzer |
| Choreinstudierung | Christof Hilmer |
| Mit: | |
| Gabriel von Eisenstein | Thomas de Vries |
| Rosalinde, seine Frau | Annette Luig |
| Frank, Gefängnisdirektor | Wolfgang Vater |
| Prinz Alexander Orlofsky | Ute Döring |
| Alfred, Tenor | Eberhard Francesco Lorenz |
| Dr. Falke | Reinhold Schreyer-Morlock |
| Dr. Blind | Erik Biegel |
| Adele, Stubenmädchen bei Eisensteins | Evgenia Grekova |
| Ida, Adeles Schwester | Felicitas Geipel |
| Frosch, Gefängniswärter | Stephan Bieker |
| Iwan, Kammerdiener des Prinzen | Thomas Braun |
Orchester, Chor, Statisterie und Extraballett des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden | |
Sonntag, den 23.01.2011, 18.00 Uhr
Operette von Johann Strauß
Großes Haus
Aufführungsdauer: 3 Stunden. Eine Pause
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