Gesellschaft Freunde der Künste

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GOETHE-INSTITUT

Die ersten Stipendiaten der „Villa Kamogawa“ stehen fest

Die deutsche Künstlerresidenz des Goethe-Instituts in Kyoto, die Villa Kamogawa, feiert im nächsten Jahr ihre Eröffnung. Nun stehen die ersten acht Stipendiaten fest, die von April bis Juli und von September bis Dezember die neue Residenz am Fluss Kamogawa beziehen werden.

Residenzprogramme bieten Künstlern und Kulturschaffenden die Möglichkeit, mit einem Stipendium für einige Wochen oder Monate in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten. Über die intensive Zusammenarbeit vor Ort entstehen langfristig wirkende Kontakte, die die Grundlage für weitere gemeinsame Projekte sind.

Das Goethe-Institut betreut zahlreiche Residenzformate, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten. Ihr gemeinsames Ziel: die Verankerung der Projekte in den lokalen Szenen.

Ab 2011 gibt es nun anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der deutsch-japanischen Beziehungen die erste Künstlerresidenz mit eigenen Räumlichkeiten. In Kyoto wird dafür derzeit das Goethe-Institut umgebaut; die Deutschkurse finden seit Oktober 2010 im nahegelegenen französischen Kulturinstitut statt.

Der Aufenthalt in der Tempelstadt Kyoto soll den Stipendiaten als Inspiration und künstlerische Orientierung dienen. Im direkten persönlichen Austausch mit der Kulturszene vor Ort können sie neue Projekte entwickeln sowie nachhaltige Arbeitskontakte zu japanischen Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden aufbauen oder verstärken.

Einmal jährlich vergibt das Goethe-Institut zwölf Stipendien an in Deutschland lebende Künstlerinnen und Künstler. Für 2011 wurden lediglich acht Stipendien vergeben, da die Umbaumaßnahmen erst im April 2011 vollständig abgeschlossen sein werden.

Für das Stipendium können sich freischaffende Künstler oder Autoren bewerben, die ihr Studium abgeschlossen haben und bereits mit eigenen Publikationen und Werken an die Öffentlichkeit getreten sind.

Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Interessierte für das Jahr 2012 können sich im Frühjahr 2011 im Internet unter www.goethe.de/villa-kamogawabewerben.

Die Stipendiaten im Überblick
19.4. – 16.7.2011

Lucy Fricke (Literatur)
André Hörmann (Film)
Claudius Lünstedt (Darstellende Kunst / Dramatik)
Jens Ullrich (Bildende Kunst)

15.9. – 14.12.2011
Franz Anton Cramer (Kulturtheorie, Schwerpunkt Tanztheorie)
Nina Fischer und Maroan el Sani (Bildende Kunst)
Thomas Lehmen (Darstellende Kunst / Choreografie)
Andreas Otto (Musik)

Mit der Künstlerresidenz „Villa Kamogawa“ erweitert das Goethe-Institut sein Angebot innerhalb der Kulturförderung in Asien. Die langjährige Arbeit als traditionelles Goethe-Institut setzt es in neuem Format fort, indem es weiterhin den partnerschaftlichen, kreativen Austausch vor Ort fördert.

Kontakt:
Dr. Christine Regus
Pressesprecherin
Goethe-Institut Hauptstadtbüro
Tel.: 030 - 25906 471
E-Mail: muecher@goethe.de