Mit der Vorstellung von Wagners Tristan und Isolde gingen gestern Abend die Münchner Opernfestspiele 2011 zu Ende. Sie beschließen mit einer Rekordauslastung von 99,60 % an über 40 Opernabenden die dritte Spielzeit unter der Intendanz von Nikolaus Bachler. Das ist eine Steigerung von 2,50 % gegenüber dem Vorjahr.
Insgesamt wurden rund 82.000 Karten für die Veranstaltungen der Opernfestspiele verkauft. Viele weitere Besucher feierten den Festspielsommer bei den beiden kostenlosen Veranstaltungen von Oper für alle (insgesamt rund 14.000 Gäste) und der UniCredit Festspiel-Nacht.
Der vom Architektenbüro Coop Himmelb(l)au entworfene Pavillon 21 MINI Opera Space am Marstallplatz bereicherte die Festspiele zum zweiten Mal um eine experimentelle Spielstätte. Mit einer Auslastung von 91,79% besuchten rund 9.000 Besucher das vielfältige Programm des Pavillons, darunter zwei Uraufführungen.
Festspielpremiere feierten zwei ganz unterschiedliche Werke: Olivier Messiaens Opus magnum Saint François d’Assise in der Inszenierung von Aktionskünstler Hermann Nitsch und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Kent Nagano eröffnete die Festspielsaison.
Im intimen Rahmen des Prinzregentetheaters folgte David Böschs Inszenierung von Mozarts Frühwerk Mitridate, rè di Ponto, mit dem Dirigent Ivor Bolton
Ausblick auf den Herbst 2011
Am Beginn der neuen Saison stehen einige Ballettvorstellungen im Prinzregententheater: Ab 23. September sind dort der Repertoireklassiker Don Quijote und Mats Eks zeitgenössische Version von Giselle zu sehen. Die Bayerische Staatsoper befindet sich bis zum 8. Oktober auf Japan-Tournee.
Am 9. Oktober wird die Opernsaison im Nationaltheater mit Georges Bizets Carmen eröffnet: Zum ersten Mal an der Bayerischen Staatsoper wird die Mezzosopranistin Vesselina Kasarova in dieser Rolle zu erleben sein. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit dem erst kürzlich neu einstudierten Rosenkavalier und Puccinis Tosca.
Am 10. Oktober beginnt außerdem mit dem 1. Akademiekonzert der Saison das diesjährige OktoberMusikFest. In einer Reihe von fünf Konzerten widmen sich die Musiker des Bayerischen Staatsorchesters diesen Herbst dem Thema „Leben – Schöpfung – Energie“.
Wie in den vergangenen Jahren ist jedem Konzert ein Vortrag vorangestellt. In Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft konnten wieder renommierte Wissenschaftler gewonnen werden, die sich dem elementaren Prinzip „Energie“ widmen werden.
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München
Tel: 0049 - (0)89 - 21 85 10 21
Karten: 0049 - (0)89 - 21 85 19 20

