Wer das Requiem im Konzert aufführt, steht vor der Herausforderung, es sinnvoll zu einem abendfüllenden Programm zu ergänzen. Heribert Breuer wählte dafür die letzte, unvollendete Fuge aus Bachs Kunst der Fuge und bearbeitete sie für die Orchesterbesetzung des Requiems. Die Fuge bricht unvermittelt an der Stelle ab, an der Bach seinen eigenen Namen B-A-C-H als viertes Thema einführt.
C. Ph. E. Bach vermerkte in der Partitur des Vaters: N.B „Ueber dieser Fuge, wo der Nahme BACH im Contrasubject angebracht worden, ist der Verfasser gestorben.“ Nach einer emotional bewegenden Generalpause beginnt an dieser Stelle das Requiem – Mozart singt die Totenmesse auf Bachs Tod.
Konzert in Deutschland
Für den ersten Konzertteil hat Heribert Breuer die Bachkantate Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit ausgewählt, die unter dem Titel Actus tragicus in die Musikgeschichte eingegangen ist. Um eine Verbindung zur Klangwelt des Requiems herzustellen, hat er nach dem Vorbild Mozarts im Umgang mit Händels Oratorien eine Orchestrierung für das vorhandene Instrumentarium vorgenommen.
Konzert in Berlin
Insgesamt ergibt sich eine schlüssige Konzeption, die die beiden letzten, unvollendeten Werke der beiden bedeutenden Komponisten verbindet und ein außergewöhnliches Konzerterlebnis verspricht, nicht zuletzt wegen der Solisten Carolina Ullrich, Britta Schwarz, Martin Petzold und Jonathan de la Paz Zaens.
Solisten:
Carolina Ulrich, Sopran
Britta Schwarz, Alt
Martin Petzold, Tenor
Jonathan de la Paz Zaens, Bass
Johannes Geffert, Orgel
Konzerthausorchester
Berliner Bach Akademie
Heribert Breuer, Dirigent
Konzerthaus Berlin | Donnerstag, 27. November 2014 | 20.00 Uhr
Konzerthaus | Gendarmenmarkt | 10117 Berlin
Karten von € 18,10 bis € 37,50 inkl. VVK
Kartenhotline 01806-447 000
Kasse des Konzerthauses 030-203 09 21 01 und an den Theaterkassen
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Für den ersten Konzertteil hat Heribert Breuer die Bachkantate Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit ausgewählt. Quelle: Laxy PR