Der junge preisgekrönte koreanische Autor KIM Young-ha beginnt seine Deutschland-Lesereise in Berlin. In seinem aktuellen Roman "Schwarze Blume" ist er wieder der koreanischen Geschichte auf der Spur. Es geht es um Auswanderer, die 1905 ihr Glück in Mexiko suchten, aber ihre ersten vier Jahre als Lohnsklaven verkauft waren.
Schwarze Blume - Der Roman
Im November 1905, nach dem Ende des Russisch-Japanischen Krieges, wurde Groß-Korea Protektorat Japans. 1033 Koreaner lassen sich für Arbeit in Mexiko anwerben: Verwandte des Königshauses ebenso wie Kleinkriminelle, Walfänger, entlassene Soldaten, Bauern, ein Schamane, ein katholischer Ex-Priester, die meisten mit Familie. Auf dem Schiff kommt es zu schweren Spannungen. Doch zwischen dem Straßenjungen I-gong und der adligen Yon-su wächst eine heiße Liebe heran.
Auf Yucatan werden die Koreaner in Sisal-Haziendas ausgebeutet und misshandelt. Es kommt zu Aufständen. Die einen arrangieren sich mehr, die anderen weniger - wie die unterdrückten Maya. Anbefohlener Katholizismus trifft auf heimliche schamanische Rituale. Nach Ablauf ihrer Lohnsklaven-Verträge kämpfen viele als Söldner gegen den mexikanischen Diktator Diaz. Einige gründen in Tikal, im guatemaltekischen Urwald der Mayas ein neues freies Korea, das über ein Jahr Bestand hat.
Der junge Autor entwickelt vielschichtige Charaktere und treibt sie und die Leser durch 77 Kapitel koreanischer und mexikanischer Geschichte. Er lässt unterdrücken und aufbegehren, lieben, töten, betrügen, gebären, solidarisieren und hoffen.
KIM Young-ha - der Autor
1968 in Gangwondo geboren, einer der provokantesten Autoren Südkoreas. Schwarze Blume wurde mit dem Dong-in-Preis, dem bedeutendsten Literaturpreis Koreas ausgezeichnet.
Veranstalter:
- Konkursbuchverlag Claudia Gehrke, www.konkursbuch.com/html/korea.html
- Korea Verband e.V. - Korea Kommunikations- und Forschungszentrum
- Koreanisches Kulturzentrum - Kulturabteilung Botschaft der Republik Korea
Antje Grabenhorst
Pressearbeit
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