Irgendwo in der australischen Provinz. Hier passiert nichts Unvorhersehbares. Die Zeit steht still und die Art zu leben ist nicht, was man sich aussucht. Doch unter der langweiligen Oberfläche pflanzen sich Wünsche und Fantasien fort und verursachen fixe Ideen in den Köpfen, gerade so, wie die Wurzeln von Bäumen sich unterirdisch ausbreiten und Risse im Asphalt hervorbringen können.
Die junge Frau Kay hat Angst vor Bäumen und deren unterirdischem Treiben. Kays Schritte sind zaghaft und verklemmt ist ihr Umgang mit den Menschen. Doch wenn sie an etwas glaubt, kann sie unwiderstehlich sein. Ganz anders ihre Schwester Sweetie. Die ist zwar längst erwachsen, wohnt aber immer noch bei den Eltern.
Sweetie ist egozentrisch, ungehemmt und unberechenbar. Sie träumt von einer Karriere im Showbusiness, schließlich ist sie begabt, kann singen, kann kleine Kunststückchen… Nur ihr lebensuntüchtiger Vater glaubt an sie. Aber Sweetie scheint gestört, eine peinliche Zumutung für die Familie, ein Ungeheuer, dass kaum zu zähmen ist. Mit ihrem „Manager“, der zugleich ihr drogensüchtiger Lover ist, bricht Sweetie eines Tages bei Kay und deren Verlobtem ein. Alte Wunden brechen auf, die Familie kommt wieder zusammen, für kurze Zeit…
Jane Campion, geboren 1954 in Wellington, Neuseeland, ist den meisten als Regisseurin von DAS PIANO ein Begriff. 1989 drehte sie mit SWEETIE ihren ersten abendfüllenden Spielfilm. Jane Campion interessiert sich in all ihren Filmen (z.B. AN ANGEL AT MY TABLE, A PORTRAIT OF A LADY, BRIGHT STAR) für besondere Frauen und deren spezielle Weise, sich treu zu bleiben und in der Welt zu behaupten.
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