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Deutscher Kulturrat bedauert das Aus des Rheinischen Merkur - Entscheidung der Deutschen Bischofskonferenz ist ein Fehler

Berlin, - Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, blickt mit Sorge auf die jüngsten Entwicklungen innerhalb der deutschen Zeitungslandschaft. Wie gestern bekannt wurde, wird es den Rheinischen Merkur, die renommierte katholische Wochenzeitung, in seiner bisherigen Form in der Zukunft nicht mehr geben.

Rheinischer Merkur: Entscheidung der Deutschen Bischofskonferenz ist ein Fehler

Die Deutsche Bischofskonferenz, die den Rheinischen Merkur zu großen Teilen finanziert hat, führte für ihr Vorgehen finanzielle Gründe an. Gleichzeitig zu den sinkenden Abonnentenzahlen müssen jährlich Zuschüsse von 2,5 Millionen Euro gestemmt werden.

Nun beschloss die Deutsche Bischofskonferenz den Rheinischen Merkur künftig als sechsseitige Beilage der „Zeit“ beizulegen. Ob es so gelingt, „die Kernkompetenz des Rheinischen Merkur unter gewandelten Bedingungen des Medienmarktes weitestgehend zu sichern“, wie es in der Mitteilung der Wochenzeitung heißt, ist fraglich.

Neben der Kündigung zahlreicher Redaktionsmitarbeiter bedeutet die Kooperation mit der „Zeit“ eine deutliche Verschlankung des Inhalts. Qualitativ wie quantitativ führt das zu einem erheblichen Einschnitt in die Vielfalt der deutschen Zeitungslandschaft.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Die Entscheidung der Deutschen Bischofskonferenz den Rheinischen Merkur, dieses journalistische Qualitätsblatt, aufzugeben, ist ein Fehler.

Gerade in der Kulturberichterstattung ist der Rheinische Merkur Wege abseits des Mainstreams gegangen. Der Pluralität der Kulturberichterstattung in Deutschland haben die Bischöfe mit ihrer Entscheidung einen Bärendienst erwiesen.“

Deutscher Kulturrat e.V.
Chausseestrasse 103
10115 Berlin

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