Vom 8. bis 10. Oktober findet in Krefeld die Jahrestagung der Deutschen Dante-Gesellschaft statt. Die Tagung im ehemaligen Hospital und Konvent „Et Klöske“ in Uerdingen steht unter dem Rahmenthema „Anthropologie der Hölle“. Wissenschaftler aus Deutschland und Italien werden Vorträge halten.
Außerdem wird am Samstag, 9. Oktober, der Dante-Preis 2010 um 17.30 Uhr verliehen. Seit 1947 ist der Kongress, jeweils im Wechsel mit anderen Städten, in Krefeld zu Gast. Gegründet wurde die Gesellschaft 1865 im Kreise des Wettiner-Königs Johann von Sachsen in Dresden und ist somit die älteste aller bestehenden Dante-Vereinigungen.
Alle drei Jahre hat das Krefelder Stadtarchiv die Aufgabe, den Kongress der Dante-Gesellschaft in der Seidenstadt zu organisieren, die 1947 der damalige Bibliotheksdirektor Friedrich Schlüter nach Krefeld geholt hatte.
Im Rahmen der Tagung wird die Ausstellung von Edith Wimmer „Die blinde Welt – Bilder zu Dantes Inferno“ in der Mediothek Krefeld eröffnet. Die Krefelder Künstlerin hat in zweijähriger Arbeit einunddreißig Illustrationen zum ersten Teil von Dantes Göttlicher Komödie „Das Inferno – Die Hölle“ angefertigt.
Die Blätter, die auf Anregung von Paul-Günter Schulte, dem ehemaligen Leiter des Stadtarchivs Krefeld entstanden, sind in Abklatschtechnik, Aquarell und Kreide ausgeführt. Sie werden auf der Tagung der Dante-Gesellschaft gezeigt und anschließend vom 12. Oktober bis zum 6. November in der Mediothek zu den regulären Öffnungszeiten. Die Vernissage findet am Mittwoch, 13. Oktober, um 19 Uhr statt.
Archivdirektor a. D. Dr. Herbert Lepper (Aachen) hat seine umfassende Sammlung der deutschen Dante-Übersetzungen (circa 60) vom 10. Oktober bis 8. November für eine Ausstellung in der Mediothek (Grüner Saal) zur Verfügung gestellt. Alle Veranstaltungen sind öffentlich. Gäste sind willkommen.
Das Programm steht im Internet unter
http://web.uni-marburg.de/hosting/ddg/tagungsprogramm2010.pdf.

