Gesellschaft Freunde der Künste

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Komische Oper von Albert Lortzing

Der Wildschütz oder Ein unmoralisches Angebot Theater Chemnitz

Der Schulmeister Baculus hat sich seinen Hochzeitsbraten heimlich im Jagdrevier des Grafen Eberbach geschossen, wurde dabei erwischt und seines Amtes enthoben. Weibliche List soll nun helfen, den Grafen umzustimmen, denn es ist bekannt, dass er seiner Jagdleidenschaft nicht nur im Tierreich, sondern auch in der außerehelichen Damenwelt nachgeht. Gretchen, die Braut des Schulmeisters, bietet sich an, den Auftrag zu übernehmen, doch ist das wiederum nicht in Baculus’ Sinne. Eine andere Lösung muss her. Die gipfelt schließlich darin, dass ein Baron dem Schulmeister fünftausend Taler für Gretchen bietet. Wird Baculus dieses unmoralische Angebot annehmen?

Was sich auf den ersten Blick als harmlose Biedermeier-Komödie präsentiert, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als böse Satire auf das amouröse Doppelleben des Adels, auf Brautschacher, auf das Lechzen des Adels nach dem fröhlichen Landleben und das Schielen des Volkes nach den Talern der Reichen. Schon Kotzebues Vorlage „Der Rehbock oder Die schuldlosen Schuldbewussten“ hatte das Publikum gleichermaßen angezogen wie abgestoßen und einen Berliner Rezensenten zu der abfälligen Bezeichnung „Wolllustspiel“ angehalten.

Politisch fällt die Entstehung des „Wildschütz“ in die Zeit des Vormärz, eine Zeit des Aufbegehrens, aber auch der Zensur. Der Erfolg der Uraufführung der Oper am Silvesterabend 1842 in Leipzig mit Lortzing selbst als Baculus zeigt, dass der Komponist die Gratwanderung zwischen Erlaubtem und Verbotenem mit Bravour gemeistert hat.

Besetzung

Musikalische Leitung: Domonkos Héja
Regie: Dietrich Hilsdorf
Co-Regie: Ralf Budde
Bühne: Dieter Richter
Kostüme: Renate Schmitzer

Besetzung: Julian Orlishausen (Graf), Tiina Penttinen (Gräfin), André Riemer (Baron), Judith Kuhn (Baronin), Philipp Meierhöfer (Baculus), Susanne Thielemann (Gretchen), Elzbeta Laabs (Nanette), Thomas Mäthger (Pankratius)

Kontakt

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Käthe-Kollwitz-Str. 7
09111 Chemnitz
Telefon: +49 371 6969 5
Telefax: +49 371 6969 699
E-Mail: pressestelle@theater-chemnitz.de

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