Gesellschaft Freunde der Künste

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Der Untergang? Glaube, Liebe, Hoffnung im Schauspielhaus Salzburg bis 4.4.2009 + Theatergespräch am 24.3.2009 "Blick hinter die Kulissen"

Ein kleiner Totentanz

Elisabeth will ihren Körper verkaufen, an das anatomische Institut, für 150 Mark. Um zu überleben, braucht sie den Wandergewerbeschein - ohne den kann sie nichts verkaufen, und wenn sie nichts verkauft, verdient sie nichts.

Der Oberpräparator des anatomischen Instituts erklärt ihr, dass er keine »solchen lebendigen Toten« kauft. Aber sein Untergebener, der Präparator, leiht ihr das Geld. Damit bezahlt Elisabeth ihre Strafe: sie war ja schließlich ohne Gewerbeschein unterwegs. Dafür zeigt der Präparator sie an, und Elisabeth muss ins Gefängnis.

Wieder frei, verliebt sie sich in den Schupo Alfons Klostermeyer. Der will sie heiraten, doch als er erfährt, dass Elisabeth vorbestraft ist, lässt er sie sitzen. In ihrer Verzweiflung begeht Elisabeth Selbstmord und landet schließlich doch im anatomischen Institut ....

»Glaube Liebe Hoffnung« ist ein lakonischer Totentanz, eine Misere in fünf Bildern; nüchtern und voll bitterem Witz beschreibt Horváth den unaufhaltsamen Untergang einer jungen Frau in einer lieblosen Welt, die vor den großen Verbrechen ein Auge zudrückt und die kleinen den Menschen zum Verhängnis macht.

Salzburger Schauspielhaus: www.schauspielhaus-salzburg.at bis 4.4.2009

Theatergespräch: HINTER DEN KULISSEN am 24. März 2009 um 11.00 Uhr

Veranstaltungsort: Literaturhaus

Nützen Sie die Gelegenheit und kommen Sie mit Mitwirkenden der Inszenierung ins Gespräch! Moderation: Ulrike Tanzer, Fachbereich Germanistik.
Eintritt frei
Veranstalter: Salzburger Literaturforum Leselampe, Fachbereich Germanistik, Schauspielhaus Salzburg

Pressestimmen:

Kronen Zeitung »...Starke Premiere von Horváths "Glaube Liebe Hoffnung" am Schauspielhaus. ... Theater, das berührt und packt, einem an die Gurgel geht. Wenn es gut gespielt und inszeniert ist. Das ist es hier, sehr sogar.« (Hans Langwallner)

Salzburger Volkszeitung »... Charaktere werden seziert, Aussagen erhalten Zeit und Gewicht. Mit dieser Eiseskälte, die durch die nahezu leergefegte Bühne und die weißen Wände von Bühnenbildnerin Katrin Kersten noch verstärkt wird, trifft Kraushaar die richtige Temperatur...« (Florian Oberhummer)

Wiener Zeitung »...Dieses Theater ist eine Art Film mit ganz und gar nicht hintergründigen Szenen. Dramaturgisch ist's spannend gefasst, und die Typenzeichnung ist bis zu den Randfiguren hin genau und liebevoll...« (Reinhard Kriechbaum)