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Auch Mandelas jüngste Töchter unter den Premierengästen

Der Tod von Nelson Mandela überschattete die Londoner Film-Premiere von MANDELA – DER LANGE WEG ZUR FREIHEIT

London - Die traurige Nachricht vom Tode Nelson Mandelas überschattete die Londoner Premiere von MANDELA – DER LANGE WEG ZUR FREIHEIT. Während zweier Schweigeminuten gedachte das Premierenpublikum im Anschluss an die Vorführung des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträgers. Mandela wurde 95 Jahre alt.


Neben den Hauptdarstellern Idris Elba und Naomie Harris waren die königlichen Hoheiten Prinz William, Herzog von Cambridge, und Ehefrau Catherine, Herzogin von Cambridge, anwesend sowie der Regisseur Justin Chadwick, Produzent Anant Singh, Drehbuchautor William Nicholson sowie Nelson Mandelas Töchter Zindzi und Zenani Mandela.

Der Tod Mandelas sei "sehr traurig und tragisch", sagte William in Begleitung seiner Frau Catherine. Mandela sei "außergewöhnlich" und eine "Quelle der Inspiration" gewesen.

MANDELA – DER LANGE WEG ZUR FREIHEIT wurde dieses Jahr speziell als Royal Film Performance ausgewählt.

„Niemand hasst jemanden von Geburt an, sei es wegen seiner Hautfarbe, seiner Herkunft oder seiner Religion. Menschen müssen erst lernen zu hassen. Und wenn sie lernen können zu hassen, dann können sie auch lernen zu lieben, denn Liebe ist für das menschliche Herz viel natürlicher als Hass.“
Nelson Mandela, 1918 – 2013


In Deutschland wird das bildgewaltige Biopic des Anti-Apartheid-Kämpfers und Politikers am 30. Januar 2014 in die Kinos kommen. Mit Trauer hat Senator die Nachricht aufgenommen und bekundet seine aufrichtige Anteilnahme:

„Nelson Mandela war und ist wohl für jeden Menschen eine Ikone der Freiheit gewesen. Ein Mann, der großes Unrecht erlitten hatte, aber dennoch den Großmut und die Überzeugung bewahrte, dass Vergeltung keine Probleme löst, sondern nur neue schafft. Er liebte die Menschen und dafür lieben wir ihn. Er wird uns allen fehlen.“ Peter Heinzemann, Geschäftsführer Senator Film Verleih

Über den Film:
Kaum ein anderer Mensch hat die Weltpolitik unserer Zeit so beeinflusst wie Nelson Mandela. Nun wird seine außergewöhnliche Lebensgeschichte mit dem Film MANDELA: DER LANGE WEG ZUR FREIHEIT zum ersten Mal auf die große Leinwand gebracht und spannt einen dramatischen Bogen von seiner Kindheit, der ersten großen Liebe und seinem beginnenden Kampf gegen die Apartheid bis zu seiner Amtseinführung als erster Präsident des demokratischen Südafrikas.
 
Bildgewaltig wird die zutiefst persönliche Geschichte eines Mannes porträtiert, der sich konsequent allen Widerständen entgegen stellt, um für ein besseres Leben in seinem Heimatland zu kämpfen. Noch während seiner 27-jährigen Haftstrafe auf der berüchtigten Gefängnisinsel Rykers Island stieg Nelson Mandela zum charismatischen Führer der Anti-Apartheid-Bewegung auf und zum weltweiten Symbol für friedlichen Widerstand.

MANDELA: DER LANGE WEG ZUR FREIHEIT beschreibt die Entstehung einer modernen Ikone, die die Aufhebung der Rassentrennung und damit eine langersehnte politische Wende in Südafrika herbeiführte und ist gleichzeitig eine Liebeserklärung an einen Menschen, der durch seinen unermüdlichen Kampf für Freiheit, Gleichheit und Unabhängigkeit die ganze Welt verändert hat.

Deutscher Kinostart 30.01.2014

Nelson Mandela wurde am 18. Juli 1918 in der Nähe von Umtata (ehemalige Haupstadt des Homeland Transkei) in Südafrikas geboren. Er besuchte die Universität von Fort-Hare, von der er wegen Beteiligung an einer Studentendemonstration verwiesen wurde. Danach immatrikulierte er sich an der Witwatersrand-Universität, wo er 1942 sein Jurastudium abschloss.

1944 trat er dem ANC (African National Congress) bei. Als die Nationale Partei 1948 an die Macht kam, sprachen sich Mandela und der ANC gegen ihre rassistische Apartheidpolitik aus. 1956 wurde Mandela verhaftet und des Hochverrats angeklagt, fünf Jahre später jedoch freigesprochen. Danach engagierte er sich in einer militärischen Widerstandsorganisation.

1962 wurde er abermals zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt. 1963 wurde Anklage wegen Sabotage, Verrat und Verschwörung gegen ihn und andere politische Führer erhoben. Die Anklage endete für Mandela im Jahr 1964 mit der Verurteilung zu lebenslanger Haft. Erst 1990, nach 27 Jahren im Gefängnis, wurde Nelson Mandela aus der Haft entlassen.

Ein Jahr später wurder bereits zum Präsidenten des ANC gewählt. In dieser Zeit leitete er einen Prozess zur Beendigung der Apartheid ein, wofür er 1993 (zusammen mit Frederik De Klerk) mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurden. 1994 erlebte Südafrika seine ersten demokratischen Wahlen und Nelson Mandela wurde am 9. Mai der erste schwarze Präsident der neuen „Rainbow Nation“. Er blieb bis 1999 im Amt.

Die südafrikanische Schriftstellerin Nadine Gordimer über Nelson Mandela

Für die südafrikanische Schriftstellerin Nadine Gordimer war Nelson Mandela "ein religiöser Mythos". In einem Interview mit dem Hörfunkprogramm NDR Kultur erklärt die Literaturnobelpreisträgerin, dass Mandela "von Natur aus eine sehr warmherzige Person" war. "Das war keine Schauspielerei, er empfand wirklich diese Freundschaft, diese Kameradschaft und das Mitgefühl für die Probleme jedes einzelnen, die zu überwinden waren." Mandela, so Gordimer, hatte "eine Vision für Südafrika", die "wir irgendwie zur Vollendung bringen müssen".

Die Apartheid zu beenden, sei noch nicht genug gewesen. Man habe damals nicht voraussehen können, welche Probleme sie hinterlassen habe: "Wie zum Beispiel die ungleiche Verteilung von Land und die enorme Ungleichheit der Lebensverhältnisse zwischen Weiß und Schwarz und sogar die Klassenunterschiede innerhalb der schwarzen Bevölkerung. Diese Klassenunterschiede haben sich inzwischen bemerkbar gemacht." Einige Schwarze seien in die Mittel- und Oberschicht aufgestiegen, wenn auch nur eine kleine Zahl.

Nadine Gordimer hat kürzlich ihren 90. Geburtstag gefeiert. Mandela habe ihr persönlich mitgegeben, dass man "der menschlichen Natur ins Gesicht blicken" solle. Nadine Gordimer: "Was immer geschieht, man darf das Vertrauen in die Menschen nicht verlieren. Es steht in unserer Macht, die Dinge zu überwinden. Das bleibt uns. Zusammen mit seiner wundervollen warmherzigen Persönlichkeit."

Das vollständige Gespräch mit Nadine Gordimer hat NDR Kultur, am Freitag, 6. Dezember, ab 19.03 Uhr in der Sendung "Journal" gesendet. Nachzuhören ist es auf ndr.de/ndr.kultur

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