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bruno weil in essen

Der Paukenschlag und die Schöpfung: Haydn-Zyklus am 30.4. und 3.5.2009 in der Philharmonie Essen

Die in der vergangenen Saison initiierte und auf fünf Spielzeiten angelegte Residenz der renommierten Cappella Coloniensis mit Dirigent BrunoWeil in der Philharmonie Essen erlebt mit gleich zwei Konzerten Ende April und Anfang Mai ihre Fortsetzung.

 

Haydn-Zyklus mit Bruno Weil: Erste Englandreise 1791-92 – „Der Paukenschlag“

Im Haydn-Gedenkjahr 2009 stehen die Sinfonien im Mittelpunkt, die Haydn während seiner ersten Englandreise von 1791-1792 schrieb, so die berühmte „Paukenschlag“-Sinfonie. – Im Jahr 1790 gab es für Haydn nach dem Tod des Fürsten Esterházy plötzlich keinen Arbeitgeber mehr; nun war der Weg frei in die Großstädte Wien und London. Die Reise in die englische Hauptstadt sollte für Haydn zu einem großen Erfolg werden, hier konnte er seinen lang erarbeiteten Kompositionsstil erproben und erlangte schon bald einen guten Ruf. Bereits im ersten Jahr seines Englandaufenthaltes wurde ihm in Oxford die Ehrendoktorwürde verliehen. Nur über eines war er konsterniert: Die Engländer waren hingerissen von schnellen Allegro-Sätzen – in den langsamen schliefen sie meist einfach ein. Mit Humor erfand Haydn in seiner „Sinfonie mit dem Paukenschlag“ ein Gegenmittel: Ein kräftiger Schlag auf die Kesselpauke im langsamen Satz – und schon war das Publikum wieder wach. Es soll sogar einzelne Schreie erschrockener Damen in der Uraufführung gegeben haben. Somit ist auch der englische Untertitel „Surprise“ zu erklären. Wie es sich mit dem Paukenschlag im konkreten Fall verhält und was diese Sinfonie und die weitere in dem Konzert zu hörende „Londoner Sinfonie“, die Sinfonie Nr. 97 in C-Dur, zu einer typischen Haydn-Sinfonie machen, erfährt das Publikum durch den Dirigenten: Haydn-Experte Bruno Weil gibt zu Konzertbeginn wertvolle Hinweise zu den Werken.

 

Donnerstag, 30. April 2009, 20.00 Uhr, Alfried Krupp Saal

Cappella Coloniensis

Bruno Weil, Dirigent

Gefördert von der Kulturstiftung Essen.

Mit Erläuterungen zu Haydns Werken von Bruno Weil.

 

 

Haydn-Zyklus mit Bruno Weil: „Die Schöpfung“

Haydns gewaltiges Oratorium „Die Schöpfung“ erklingt nur wenige Tage später – und zwar mit den Gesangssolisten Sibylla Rubens, Jan Kobow, Hanno Müller-Brachmann und dem international bekannten Tölzer Knabenchor in großartiger Besetzung. Von Georg Friedrich Händels in London sehr beliebten Oratorien zu der Komposition angeregt und von dem Musikimpresario Johann Peter Salomon dazu beauftragt, geriet Haydns groß angelegtes biblisches Werk, das die Erschaffung der Welt thematisiert, schon kurz nach der öffentlichen Uraufführung in Wien 1799 zu einem großen Erfolg für den Komponisten. – Zu einem großen Erfolg wurde „Die Schöpfung“ auch für den Tölzer Knabenchor und Bruno Weil: Ihre Einspielung dieses Werkes wurde etwa als „Die beste Schöpfung aller Zeiten“ (Classic CD) bezeichnet.

Der Chor ist in einer Serie monumentaler Passagen eingesetzt, von denen einige das Ende eines Schöpfungstages feiern. Das Orchester spielt häufig ohne Gesangsbegleitung, vor allem in Tonmalerei-Episoden: der Aufgang der Sonne, der Erschaffung der verschiedenen Tiere und natürlich in der Ouvertüre, der berühmten Beschreibung des Chaos’ vor der Schöpfung.

 

Sonntag, 3. Mai 2009, 18.00 Uhr, Alfried Krupp Saal

Sibylla Rubens, Sopran

Jan Kobow, Tenor

Hanno Müller-Brachmann, Bass

Tölzer Knabenchor

Cappella Coloniensis

Bruno Weil, Dirigent

Joseph Haydn: Die Schöpfung, Hob. XXI:2

Gefördert von der Kulturstiftung Essen.

 

Karten für beide Konzerteund weitere Informationen unter Tel. 0180/59 59 598 (0,14 €/Min.), Tel. 0201/8122-200 sowie im Internet unter www.philharmonie-essen.de