Es ist dies die Erinnerung an ein Künstlerleben in Zeiten der Diktatur. In einem dichten Sprachnetz verwebt er Kunst und Politik, beschreibt das Aufwachsen in der sächsischen Provinz, sein Studium an den renommierten Kunstakademien in Dresden und Leipzig und sein allgegenwärtiges Aufbegehren:
wie er schon als Kind den Westen als Zufluchtsort der Freiheit imaginiert, wie er später die DDR-Kulturpolitik durch halbillegale alternative Kunstausstellungen aufmischt und schließlich in den Westen ausreist, um sich als Antipode der „Leipziger Schule“ einen Namen zu machen.
1999 löste er mit seiner Bildabhängung in der Ausstellung "Aufstieg und Fall der Moderne" den Diskurs „Weimarer Bilderstreit“ aus. Sein Aufbegehren gegen die damalige und heutige Darstellung von DDR-Kunst vertritt eine wichtige und notwendige Position in einer gesamtdeutschen Diskussion.
Hans-Hendrik Grimmling, 1947 in Zwenkau bei Leipzig geboren, studierte ab 1969 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, dann an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig – unter anderem als Meisterschüler von Wolfgang Mattheuer.
Von den Vertretern der "Leipziger Schule" beeinflusst, entwickelte er sich zu deren Antipoden. 1986 Ausreise nach Westberlin, seit 2006 lehrt er als Professor an der Berliner Technischen Kunsthochschule.
Pressestimme zum Buch "die umerziehung der vögel. einmalerleben", Mitteldeutscher Verlag, Halle.
„Ein hervorragendes Stimmungsbuch, das viel mehr von den Perversionen eines Systems erzählt, als jede faktenreiche Abhandlung. Selten hat jemand so ehrlich über den Zwiespalt, als Künstler in der DDR zu arbeiten und Geld verdienen zu können und sich seine Kunst doch nicht vorschreiben zu lassen, geschrieben.“
Die Welt
Die Lesung erfolgt in Zusammenarbeit mit S C H W I N D K O M M U N I K A T I O N mit denen wir in der Knesebeckstraße 96 einer wunderbare "Bürogemeinschaft" bilden.
Einladung zum 27. Juni, 19 Uhr
Galerie SCHMALFUSS BERLIN - Contemporary Fine Arts
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