Gesellschaft Freunde der Künste

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Gipfeltreffen der großen Drei

Der lettische Stardirigent Mariss Jansons mit den Wiener Philharmonikern und dem amerikanischen Bariton Thomas Hampson in Hamburg am 18.1.2011

Am 18. Januar 2011 wird einer der ganz großen Dirigenten unserer Zeit zu
Gast im Großen Saal der Laeiszhalle sein. Mit Mariss Jansons, der in dieser
Saison als Residenzkünstler der Elbphilharmonie Konzerte Hamburg die
Ehre gibt, werden gleich drei der bedeutendsten Orchester mit ihm nach
Hamburg kommen. Den Auftakt machen zum Jahresbeginn 2011 der lettische
Stardirigent mit den Wiener Philharmonikern und dem amerikanischen
Bariton Thomas Hampson.


Der Komponist Gustav Mahler fühlte sich »durch das Band der Musik« mit den
Wiener Philharmonikern verbunden. So auch der lettische Dirigent Mariss Jansons, der im Mahler-Jahr 2010/2011 seine Residenz in Hamburg gestaltet und dazu nur mit den besten Orchestern kommt. Den Residenzauftakt gestaltet er mit den Wiener Philharmonikern, laut der aktuellen Rangliste des Klassik-Magazins Gramophone eines der drei besten Orchester der Welt. Für Mariss Jansons war das gemeinsame Neujahrskonzert mit den Wiener Philharmonikern 2006 im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins das Schlüsselerlebnis. Seitdem sind der Gastdirigent und das Orchester durch Tourneen nach Japan, in Europa, in den USA und bei den Salzburger Festspielen untrennbar miteinander verbunden.


Mit Thomas Hampson steht Mariss Jansons im Großen Saal der Laeiszhalle ein Bariton von Weltrang und einer der führenden Mahlerinterpreten zur Seite. Auf dem Programm des Konzertabends zwei Höhepunkte der spätromantischen Orchesterliteratur:
»Lieder eines fahrenden Gesellen« in der Orchesterfassung von Gustav
Mahler und Hector Berlioz »Symphonie fantastique« – beides Werke, die durch die enttäuschten Liebesbeziehungen der Komponisten inspiriert wurden.
Den besonderen Status eines Mariss Jansons belegt schon die reine Nennung von Weltklasse-Orchestern wie den St. Petersburger Philharmonikern, dem Oslo
Philharmonic, dem London Philharmonic und dem Pittsburgh Symphony Orchestra, mit denen er lange zusammengearbeitet hat. Bei allen setzte der ehemalige Karajan-Schüler und spätere Assistent des legendären russischen Dirigenten Jewgenij Mrawinskij als Gast- oder Chefdirigent bleibende Maßstäbe und formte sie, wie im Fall des Oslo Philharmonic, zu Spitzenorchestern. Als Chefdirigent des Amsterdamer Concertgebouw und seit der Saison 2003/2004 des Symphonieorchesters und Chors des Bayerischen Rundfunks beweist Mariss Jansons seine Fähigkeit, das Beste aus jedem Klangkörper herauszuholen, ohne dessen spezifische Eigenheiten zu beschneiden.


An den zwei weiteren Hamburg-Abenden von Mariss Jansons im Februar und
März stehen mit Leif Ove Andsnes und Mitsuko Uchida zwei internationale Starsolisten an seiner Seite. Begleitet werden sie vom Königlichen Concertgebouw Orchester Amsterdam sowie vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

Programm:

Gustav Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen
Hector Berlioz: Symphonie fantastique / Episode de la Vie d'un Artiste op. 14
Kartenpreise: € 135 / 105 / 85 / 55 / 25 / 12

Wiener Philharmoniker

Das 1842 von Otto Nicolai gegründete Orchester fasziniert seitdem nicht nur das Publikum sondern auch die größten Dirigenten und Komponisten. Kaum ein anderer Klangkörper ist länger und enger mit der Geschichte und Tradition der europäischen Musik verbunden als die Wiener Philharmoniker.


Dazu beigetragen hat unter anderem die Auswahl der Mitglieder: Nur Orchestermitglieder der Wiener Staatsoper können nach Bestehen von Probespiel und dreijährigem täglichen Orchesterdienst den Antrag auf Mitgliedschaft im Verein Wiener Philharmoniker stellen. Seit ihrer Gründung handelt es sich um ein demokratisch geführtes Unternehmen, dessen Selbstverwaltung und Eigenverantwortlichkeit zentrale Elemente sind. Beschlüsse werden durch Mehrheitsentscheidung bei der Hauptverwaltung getroffen oder durch den Verwaltungsausschuss, der aus zwölf gewählten Orchestermitgliedern besteht. Durch die einzigartige Geschichte und Struktur entstehen eine bewusst gepflegte Homogenität des Musizierens und die besondere Strahlkraft.


Mariss Jansons

Der in Riga geborene und in der Sowjetunion aufgewachsene Sohn des Dirigenten Arvid Jansons ist ein Ausnahme-Maestro. Fast ausschließlich mit den besten Orchestern der Welt aufzutreten oder
deren Gast- oder Chefdirigent zu sein ist nur wenigen vergönnt. Dazu zählen die Wiener Philharmoniker, mit denen Jansons nicht zuletzt seit ihrem ersten Neujahrskonzert 2006 eine enge Zusammarbeit verbindet.

Ferner ist Mariss Jansons seit der Saison 2003/2004 als Chefdirigent des
Symphonieorchesters und des Chors des Bayerischen Rundfunks tätig. Darüber hinaus hat er 2004 die Position des Chefdirigenten des Amsterdamer Concertgebouw Orchesters übernommen. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen allein im Jahr 2007 der Echo Klassik als »Dirigent des Jahres «, das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien, der Bayerische Verdienstorden sowie der Europäische Dirigenten-Preis der Stiftung »Pro Europa« sowie 2006 der Grammy für »Beste Orchesterdarbietung«.

Weitere Preise erhielt er unter anderem für die Aufzeichnung der »Symphonie fantastique« von Berlioz sowie die Einspielung von Mahlers Erster-, Sechster- und Neunter Symphonie. Nach seinem Abschluss mit Auszeichnung am Leningrader Konservatorium in den Fächern Violine, Klavier und Dirigieren, studierte Jansons in Wien und Salzburg u.a. bei Herbert von Karajan. Mariss Jansons ist Ehrendokter der Musikakademie von Oslo und Riga.

 

Thomas Hampson

Der Bariton Thomas Hampson ist einer der erfolgreichsten und auch vielseitigsten Künstler unserer Zeit: Er ist Sänger, Darsteller, Forscher, Pädagoge und begeisterter Vertreter der neuen Medien. Am 1. Oktober 2010 eröffnete Hampson die Saison der Lyric Opera of Chicago in der Titelrolle von Giuseppe Verdis »Macbeth«. Er begeistert sich für den deutsch-romantischen Liedgesang sowie für die weniger bekannten Komponisten seines Heimatlandes. In der Saison 2009/2010 widmete Hampson
sich daher dem Projekt »Songs of America«, in dem er Recitals und Meisterkurse gab, an Bildungsveranstaltungen und Ausstellungen teilnahm und maßgeblich bei der Erstellung der interaktiven Recherche-Website songsofamerica.net mitwirkte.

2009/2010 wurde Hampson der erste »Artist in Residence« beim New York Philharmonic, mit dem er im Rahmen seiner Residenz auch eine Europa-
Tournee unter dem Chefdirigenten Alan Gilbert absolvierte. Als Liedsänger hat Thomas Hampson neue Maßstäbe gesetzt; sein Opernrepertoire umfasst u. a. die Titelpartien von »Don Giovanni«, »Guillaume Tell«, »Macbeth« und »Eugen Onegin«. In den mehr als 150 Aufnahmen zeigt sich seine stilistische Spannweite, von denen die meisten ausgezeichnet wurden u.a. mit dem Grammy Award, dem Grand Prix du Disque, dem Gramophone Award und dem Echo Klassik. Hampson trägt mehre Ehrendoktorwürden, den Titel »Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres«, er ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music, hat 2004 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst
erhalten und ist Kammersänger der Wiener Staatsoper. Er war Schüler von Martial Singher, Horst Günter und Elisabeth Schwarzkopf. Eine Begegnung mit Leonard Bernstein bildete den Ausgangspunkt auf Thomas Hampsons Weg zu einem der heute führenden Interpreten der Musik Gustav Mahlers.

Laeiszhalle Elbphilharmonie Hamburg

Mit der künftigen Elbphilharmonie und der renommierten Laeiszhalle werden beide Konzertbetriebe aus einer Hand geführt. Generalintendant ist seit 2007 Christoph Lieben-Seutter. Seit der Konzertsaison 2009/10 verantwortet er darüber hinaus ein eigenes Programm mit durchschnittlich 100 Konzerten,
die neben den Veranstaltungen der privaten Konzertveranstalter unter anderem in der Laeiszhalle stattfinden.

Die Elbphilharmonie Konzerte bieten ein facettenreiches, modernes und weltoffenes Programm, welches das Publikum inhaltlich zum künftigen Konzerthaus Elbphilharmonie und die Musikstadt Hamburg in die Zukunft führt. Informationen, Abonnements und Karten unter www.elbphilharmonie.de und im Elbphilharmonie Kulturcafé am Mönckebergbrunnen, Barkhof 3, 20095 Hamburg, Tel: 040 357 666 66, Fax 040 357 666 888, kulturcafe@elbphilharmonie.de.


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