Der Schustergeselle Voigt kommt aus Not mit dem Gesetz in Konflikt und landet für 15 Jahre im Zuchthaus. Danach ist er guten Willens, sein Leben wieder selbst in den Griff zu bekommen. Allein eine den Einzelnen verachtenden Bürokratie verhindert dies: Ohne ordentliche Anmeldung gibt es keine Arbeit und ohne Arbeitsnachweis keine Anmeldung. Ein Teufelskreis, der ihn wieder in das Milieu der Halbwelt treibt. Er wird erneut straffällig und hat schließlich mit 56 Jahren mehr als 30 Jahre im Zuchthaus verbracht. Wieder „draußen“ führt ihn sein Schicksal an einem Berliner Trödelladen vorbei, in dem er jene Uniform findet, die seinen weiteren Weg bestimmen wird ...
Dieses „deutsche Märchen“ findet nun als Sommertheater seinen Weg ans Staatstheater Cottbus, eingerichtet für den Hof der Alvensleben-Kaserne von Regisseur Peter Kupke und mit Thomas Harms in der Titelrolle.
Carl Zuckmayers Werk ist der ideale Stoff, hier ein Stück Zeitgeschichte entstehen zu lassen. Das Berlin des angehenden 20. Jahrhunderts wird das Umfeld sein, in dem wir das Stück als Schaubudentheater zeigen.
An sechs verschiedenen Spielorten, zu denen sich die Besucher nacheinander begeben, werden die einzelnen Stationen dieses berührenden Schicksals wie auf einem Jahrmarkt erzählt. So folgen die Besucher quasi den Fußspuren des Schusters Voigt, von der Arbeitssuche über das Zuchthaus zum Kleiderladen, und verfolgen den Weg der Uniform, um schließlich − beiden vereint − am Rathaus zu begegnen und mal wieder über diesen Coup herzlich zu lachen.
Ein deutsches Märchen in drei Akten von Carl Zuckmayer
Als Schaubudentheater aufgeführt
Eingerichtet zur Aufführung im Hof der Alvensleben-Kaserne von Peter Kupke
OPEN AIR IM HOF DER ALVENSLEBEN-KASERNE COTTBUS
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