Radikale politische Ansichten, die sich scheinbar allmählich vom Rand ins Zentrum einer Gesellschaft verlagern, sind ein virulentes Thema – in Dresden wie in Kopenhagen.
Das Staatsschauspiel Dresden und Det Kongelige Teater, in einem modernen Theaterneubau im Herzen von Kopenhagen beherbergt, stellen solche Tendenzen und mögliche Reaktionen der Bürger in den Mittelpunkt ihrer zweijährigen Zusammenarbeit.
Beide Theater beauftragen jeweils einen deutschen und einen dänischen Autor mit einem Stückauftrag. In einem dreimonatigen Schreibstipendium werfen die Autoren einen fremden Blick auf Gesellschaft und Theaterarbeit des Gastlandes.
Außerdem betreuen sie jeweils drei Nachwuchsautoren, die theatrale Miniaturen zum gemeinsamen Thema beisteuern. Die entstandenen Stücke werden als Uraufführungen bzw. szenische Lesungen an beiden Häusern gezeigt.
Das renommierte Königliche Theater Kopenhagen gastiert am 21. Dezember mit einem erlesenen Gastspiel in Dresden: William Shakespeares Königsdrama "Richard III.".
Es markiert den Auftakt zu einer zweijährigen, engen Theaterpartnerschaft des Staatsschauspiels Dresden mit dem Königlichen Theater Kopenhagen, unterstützt von der Kulturstiftung des Bundes.
Der fast dreistündige, atemlos spannende Abend, den der international gefeierte schwedische Regisseur Staffan Holm inszenierte, wurde zu einem der größten dänischen Theatererfolge der letzten Jahre.
Auf der Bühne brillieren Stars der dänischen Film- und Schauspielszene, wie z. B. Birthe Neumann, die für ihre preisgekrönte Rolle im Dogma-Film "Das Fest" von Thomas Vinterberg (1988) bekannt ist, und Søren Sætter-Lassen, der für die Titelrolle in "Richard III." in diesem Jahr mit dem "Reumert"-Preis, dem bedeutendsten dänischen Theaterpreis, ausgezeichnet wurde.
Quelle:
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