Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Abschlusspräsentation SCHULSTUDIO #3

Der Frankfurter Kunstverein mit einem spannenden Programm im März 2011

SchülerInnen der Frankfurter Bettinaschule präsentieren am Montag, 28. März 2011 ab 19 Uhr im ATELIERFRANKFURT ihre Arbeitsergebnisse, die im Rahmen des Vermittlungsprojekts SCHULSTUDIO zur Ausstellung „New Frankfurt Internationals: Stories and Stages" entstanden sind.

Die Arbeiten der beteiligten Schülergruppe des Kunstleistungskurses von Wolfgang Sterker kreisen um das Thema „Künstlerporträt". Nach der intensiven Auseinandersetzung mit der Ausstellung im Frankfurter Kunstverein und im MMK Zollamt erarbeiteten die TeilnehmerInnen unter der Anleitung von Susanne Hesse-Badibanga und Katja Schöwel in den vergangenen Wochen Porträts eigenständig ausgewählter KünstlerInnen.

Für die Ausführung ihrer Projekte hatten die SchülerInnen die einmalige Gelegenheit, die in Frankfurt lebenden KünstlerInnen der Ausstellung zu ihrem „Forschungsprojekt" zu machen.

Sie nahmen dabei eigenständig Kontakt zu diesen auf und lernten ihr Werk im Rahmen persönlicher Treffen kennen. Neben der inhaltlichen Arbeit spielten bei der Umsetzung der Porträts auch Fragen nach der Wahl der geeigneten Medien eine entscheidende Rolle.

Im ATELIERFRANKFURT, wo der Gruppe während der gesamten Dauer des Projektes ein eigener Projektraum zur Verfügung stand, werden die SchülerInnen neben Filmen und Fotografien auch Installationen mit Klang und Objekte zeigen.

Montag, 28. März 2011 | 19 Uhr
Abschlusspräsentation SCHULSTUDIO #3: „Kulturprodukte und Kulturproduktion"

Eintritt frei
Ort: ATELIERFRANKFURT, Hohenstaufenstr. 13-25


Dienstag, 29. März 2011 | 18.30 Uhr
Podiumsgespräch: „Historienbilder" mit Dierk Schmidt (Künstler), Holger Kube Ventura (Direktor Frankfurter Kunstverein) und Martin Engler (Sammlungsleiter Kunst nach 1945, Städel Museum)

Weit über das bloße Abbilden geschichtlicher Ereignisse hinaus geht es dem Künstler Dierk Schmidt um eine erweiterte Definition des Historienbildes, d.h. um die permanente Überprüfung aktueller Bezüge des Historischen im Heute. Seine Malerei begreift er nicht als Darstellung oder Abbild gesellschaftlicher Konstellationen, sondern als ein Medium, mit dem Auseinandersetzungen geführt und streitbare Interessenlagen offen gelegt werden können.

In einem Podiumsgespräch im Kontext seiner Ausstellung Dierk Schmidt: „Image Leaks - Zur Bildpolitik der Ressource" spricht der Künstler gemeinsam mit Holger Kube Ventura (Direktor Frankfurter Kunstverein) und Martin Engler (Sammlungsleiter Kunst nach 1945, Städel Museum) über das Thema Historienbilder und was es für seine Arbeit bedeutet.

Eintritt frei
Ort: Frankfurter Kunstverein


Ausstellungen

Gemeinsame Eröffnung am 10. März 2010 | 20 Uhr

Dierk Schmidt „Image Leaks - Zur Bildpolitik der Ressource"
11. März - 8. Mai 2011

Die Ausstellung von Dierk Schmidt (geb. 1965) lässt durch die Verbindung von neu produzierten mit älteren, thematisch verwandten Arbeiten ein pointiertes Bild ökonomisch-politischer Zusammenhänge entstehen.

Zentral ist für Schmidt die Frage, wie sich künstlerische Bilder mit tagespolitischen Ereignissen und deren geschichtlichen Hintergründen beschäftigen können.

Über das bloße Abbilden geschichtlicher Ereignisse hinaus geht es ihm um eine erweiterte Definition des Historienbildes, nämlich die permanente Überprüfung aktueller Bezüge des Historischen im Heute.

robt er die Möglichkeiten einer kritischen Malerei. Diese begreift Schmidt als ein Medium, in dem Auseinandersetzungen geführt und streitbare Interessenlagen offengelegt werden können.

Ausgangspunkt vieler Projekte von Dierk Schmidt sind Bedingungen der Kunstproduktion vor dem Hintergrund größerer wirtschaftlicher und politischer Zusammenhänge.

Oft liegt sein Fokus auf der Imageproduktion und den einhergehenden Bildpolitiken von Regierungen, multinationalen Konzernen oder Medienkonglomeraten, die er als Nachfolgeinstanzen herrschaftlicher Repräsentationsformen vergangener Jahrhunderte begreift.

So wirft die neu produzierte Arbeit „IMAGE LEAKS - Zur Bildpolitik der Ressource" die Frage auf, ob und wie künstlerische Bildstrategien jener Bildpolitik entgegengesetzt werden können, die im Rahmen des vom multinationalen Ölkonzern BP zu verantwortenden Desasters im Golf von Mexiko 2010 zu beobachten war.

Schmidt vertraut bei seinem Ansatz darauf, dass die vergleichende, analytische Darstellung konkurrierender Imagekampagnen - des Ölkonzerns BP, der Konzerngegner, aber auch der US-Regierung -, in letzter Instanz das „brand washing" von BP zu stören vermag.

Kurator: Holger Kube Ventura

Die Ausstellung von Dierk Schmidt wird gefördert durch die Stiftung Kunstfonds.


Maya Schweizer / Clemens von Wedemeyer: „Metropolis. Bericht über China"
11. März - 8. Mai 2011

Im Zentrum der Ausstellung steht die Präsentation des Dokumentarfilms „Metropolis. Report from China" von Maya Schweizer (geb. 1976) und Clemens von Wedemeyer (geb. 1974). Die Recherche für das gemeinsame Projekt einer Neuverfilmung des Filmklassikers „Metropolis" von Fritz Lang führte die beiden Künstler im Jahr 2004 nach Shanghai und Beijing.

Hier entstand der Dokumentarfilm „Metropolis. Report from China", der Einblicke in das explodierende Wachstum dieser modernen chinesischen Metropolen gibt und die Auswirkungen des scheinbar grenzenlosen Modernisierungs- und Fortschrittsdrangs befragt.

Schweizer/von Wedemeyer stellen in ihrem Film Bezüge zu sozialkritischen Themen und den architektonischen Schauplätzen der historischen Vorlage her. So dokumentiert der Film in seinen Bildern sowie in Gesprächen und Interviews mit den für den Bau dieser Mega-Städte verantwortlichen Arbeitern und Architekten das von sozialer Ungleichheit bestimmte Stadtgefüge.

„Metropolis. Report from China" ist ein künstlerischer Vergleich der Lang'schen Utopie der 1920er Jahre mit einem kommunistischen System auf der Schwelle zu kapitalistischen Arbeitsbedingungen.

Das Projekt untersucht Aspekte des Utopischen in gebauten Umwelten und stellt dabei die Frage nach der sozialen Realität solcher Stadtutopien. Für die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein nehmen die Künstler eine Neubearbeitung ihres Projekts vor und verdichten es mit Fotografien, Dias und filmhistorischen Materialien zu einer raumgreifenden Installation.

Zusätzlich wird die Arbeit „Newlaville" von Maya Schweizer gezeigt, die auf großflächigen Plakaten und als Diaprojektion Bildmotive einer Werbekampagne zur radikalen Modernisierung alter Stadtviertel in Beijing aus dem Jahr 2002 aufgreift.

Kuratoren: Holger Kube Ventura, Stefanie Spiegelhalder

Die Ausstellung findet im Rahmen des Projekts Thermostat statt, eine Zusammenarbeit zwischen 24 französischen centres d'art und deutschen Kunstvereinen.

Eine Initiative des Verbandes der französischen centres d'art, d.c.a und des Institut français, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, das französische Kulturministerium sowie den Bevollmächtigten für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit.


ORT: Frankfurter Kunstverein, Steinernes Haus am Römerberg,
Markt 44, D-60311 Frankfurt.
www.fkv.de, post@fkv.de, Tel. +49.69.219314-0, Fax: +49.69.21314-11
EINTRITT: 6€ regulär, 4€ ermäßigt

Veranstaltungsprogramm im März 2011

Kalender

Donnerstag, 10. März | 20 Uhr
Eröffnung: Einzelausstellungen:
Dierk Schmidt: „Image Leaks - Zur Bildpolitik der Ressource"
Maya Schweizer / Clemens von Wedemeyer: „Metropolis. Bericht über China"

Donnerstag, 17. März | 18 Uhr
Kuratorenführung: Maya Schweizer / Clemens von Wedemeyer: „Metropolis. Bericht über China"

Sonntag, 20. März | 16.30 Uhr
Öffentliche Führung: Dierk Schmidt: „Image Leaks - Zur Bildpolitik der Ressource"
Maya Schweizer / Clemens von Wedemeyer: „Metropolis. Bericht über China"

Mittwoch, 23. März, 18.30 Uhr
Öffentliche Führung: Dierk Schmidt: „Image Leaks - Zur Bildpolitik der Ressource"
Maya Schweizer / Clemens von Wedemeyer: „Metropolis. Bericht über China"

Montag, 28. März | 19 Uhr
Abschlusspräsentation: SCHULSTUDIO #3: „Kulturprodukte und Kulturproduktion"

Dienstag, 29. März | 18.30 Uhr
Podiumsgespräch: „Historienbilder" mit Dierk Schmidt, Holger Kube Ventura und Martin Engler


Öffentliche Führungen

Öffentliche Führungen zur Ausstellung finden jeden zweiten Mittwoch um 18.30 Uhr und jeden zweiten Sonntag um 16.30 Uhr statt.
Gebühr: 2 € zzgl. Eintritt.


Kuratorenführung

Donnerstag, 17. März 2011 | 18 Uhr
Kuratorenführung zur Ausstellung: Maya Schweizer / Clemens von Wedemeyer:
„Metropolis. Bericht über China" mit Stefanie Spiegelhalder
Gebühr: 2 € zzgl. Eintritt.

+++ BITTE BEACHTEN+++
Neue Öffnungszeiten ab 11. März 2011:
Di, Do, Fr: 11 - 19 Uhr | Mi: 11 - 21 Uhr | Sa, So: 10 - 19 Uhr | Mo geschlossen

Julia Wittwer und Stefanie Spiegelhalder

presse@fkv.de