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Kino.to ist endlich offline

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt die Ermittlungen gegen die Hintermänner von Kino.to

Deutscher Kulturrat begrüßt Ermittlungen gegen Kino.to

Berlin, den 10.06.2011. Mit Razzien in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sind Ermittlungsbehörden am vergangenen Mittwoch gegen Hintermänner des Filmportals Kino.to vorgegangen.

13 Personen wurden festgenommen, teilte die zuständige Generalsstaatsanwaltschaft Dresden mit. Kino.to versammelte Links zu meist illegalen Kopien aktueller Filme, die als Stream direkt im Browser angeschaut oder heruntergeladen werden konnten.

Die Macher von Kino.to sollen Gewinne in siebenstelliger Höhe gemacht haben. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet: Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen.

Wie Spiegel-Online berichtete, bekamen die heimlichen Helfer der Videoplattform offenbar Geld fürs Hochladen illegal kopierter Filme und TV-Serien.

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt die Ermittlungen gegen die Hintermänner von Kino.to.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Dieser Vorwurf bei der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen ist oft zu hören. Ich freue mich sehr, dass dieses Mal gegen die Großen ermittelt wird.

Dieser Weg ist der Richtige! Urheberrechtsverletzungen sind kein Kavaliersdelikt, sondern Diebstahl zu Lasten von Künstlern und der Kulturwirtschaft. Kino.to scheint ein äußerst einträgliches verbrecheriches Geschäftsmodell gewesen zu sein.

Kino.to ist endlich offline und gegen die Hintermänner wird ermittelt. Das ist gut so."

Kontakt:
Deutscher Kulturrat e.V.
Chausseestraße 103, 10115 Berlin
Fax: 030-24721245
Tel: 030-24728014
E-Mail: post@kulturrat.de
http://www.kulturrat.de