Die Stadt Güllen pfeift aus dem letzten Loch: Die Industrie liegt darnieder, die Stadtkasse ist leer, die Bürger sehen keine Perspektive. Alle Hoffnung liegt auf Claire Zachanassian, der reichsten Frau der Welt. Sie ist ein Kind der Stadt und hat nun, nach Jahrzehnten, ihren ersten Besuch in der alten Heimat angekündigt. Wenn Claire in die Stadt investiert, dann geht es mit Güllen endlich wieder bergauf. Aber Claire hat mit den Bürgern der Stadt – und insbesondere mit Alfred Ill – noch ein Hühnchen zu rupfen. Denn ihr Weggang von Güllen war damals kein freiwilliger. Es geht um Liebe, Rache und Gerechtigkeit und um die Frage, unter welchen Umständen eine Gesellschaft käuflich ist. Die Zachanassian bietet den Güllenern eine Milliarde an: fünfhundert Millionen für die Stadt und fünfhundert Millionen verteilt auf alle Familien. Doch sie erwartet dafür eine Gegenleistung …
Friedrich Dürrenmatt (1921–1990) hat das deutschsprachige Theater in der Mitte des 20. Jahrhunderts maßgeblich geprägt. Seine vieldeutigen Parabeln beziehen sich auf das Zeitgeschehen und werfen zugleich existentielle Fragen auf. Sie zielen auf das moralische Verhalten von Individuum und Kollektiv, ohne eine eindeutige Moral zu bieten. In seinen Stücken geht es um Macht und Gewalt, Ohnmacht und Gnade.
Regie Susanne Truckenbrodt
Bühne/Kostüme Hans Hugo Ellerfeld
Dramaturgie Heide Palmer
Aufführungen bis zum 16.10.2010
Kontakt
Theater Magdeburg
Generalintendantin: Karen Stone
Universitätsplatz 9
39104 Magdeburg
Telefon: 03 91 / 5 40 65 00
Presse
Julia Lonkwitz
Tel.: (0391) 540 64 05
julia.lonkwitz@theater.magdeburg.de
Link
http://www.theater-magdeburg.de/front_content.php?idart=4880

