Am 14. Oktober verstarb der amerikanische Aktionskünstler, Maler und Bildhauer Terry Fox im Alter von 65 Jahren nach langer schwerer Krankheit in Köln. Terry Fox zählt neben Joseph Beuys, Wolf Vostell oder Nam June Paik zu den Vertretern des Fluxus und polarisiert mit seinen Aktionen, bei denen er meistens seinen eigenen Körper einbezieht, das Publikum.
Fox wurde als amerikanischer „Protest-Künstler” der 60er und 70er Jahre bezeichnet. Bekannt wurde er mit Performances und Installationen, die gleichermaßen Transformationsprozesse von Materialien zum Ausgangspunkt nahmen, wie auch den eigenen Körper als elementare Grundlage der Wahrnehmung und als Medium von psychischen und physischen Grenzerfahrungen nutzte. Besonders seine Performances und Installationen nutzte er zur Erforschung von Stoffen, Materialien und Klängen. Seit den 1980er Jahren verarbeitete Terry Fox zudem Zeichensysteme und Codes in seinem Werk. Terry Fox zählte zu den Künstlern, die in den 1960er und 1970er Jahren in radikaler Abkehr von traditionellen Kunstformen neue künstlerische Ausdrucksmittel fanden.
Anfangs fühlte sich Fox noch stark der Malerei zugeneigt, empfand dies künstlerisch aber als zu starr und einengend und so gibt er nach einigen Aufenthalten in Rom (1962) und Paris (1963) die Malerei ganz auf um sich gegen Ende der 60er der Happeningbewegung in San Francisco und New York anzuschließen, die, im Zuge der Friedensbewegung neue Sichtweisen auf eine starre zerstörerische vom Vietnamkrieg überschattete Gesellschaft werfen wollte.
Mittlerweile nach Deutschland übergesiedelt führt Fox Anfang der 70er zusammen mit Joseph Beuys die Aktion Isolation Unit in der Kunstakademie Düsseldorf auf. Eine zwanzigteilige Fotoserie stellt das Event dar, während dessen ein mit einem Filzanzug bekleideter Joseph Beuys die Beerdigung einer toten Maus zelebrierte und dabei mit einem Silberlöffel eine Passionsfrucht aß. Terry Fox entzündete indes ein mit Napalm getränktes Kreuz am Boden (als Verweis auf den Vietnamkrieg) und hielt ein Eisenrohr gegen eine Glühlampe. Die gesamte Aktion wurde akustisch aufgezeichnet und später als Tonträger der späteren Installation als Relikt im Sinne einer Totenmesse beigefügt. Im Verlauf führt Fox etliche Fluxus-Aktionen, zumeist in Europa, aus; oft in Zusammenarbeit sowohl mit Beuys als auch anderen Fluxuskünstlern.
Die meisten seiner Aktionen und Installationen dokumentiert Fox dabei mittels audiovisueller Aufnahmen oder in Skizzen und Zeichnungen. Spezialisiert in seinem Werk ist Terry Fox überwiegend auf Ton- und Klangskulpturen.
Terry Fox lebte und arbeitete in Köln. Nach Angaben des Museums Ludwig Köln verstarb der Künstler am 14. Oktober 2008 im Alter von 65 Jahren in Köln.
Das Bild der "Cone of Silence" stammt von www.artnet.com, hier gibt es weitere Werke des Künstlers zu sehen.
Demnächst werden Arbeiten von Fox in der in der Ausstellung "Looking for Mushrooms. Beat Poets, Hippies, Funk, Minimal Art - San Francisco 1955-1968" zu sehen sein, die am 7. November im Museum Ludwig eröffnet wird.
Siehe Ausstellungsempfehlungen bzw. Stadtart Köln

