Vom 3. September bis 28. August bzw. 9. Oktober 2010 stellt der texanische Künstler Prof. David Conn sowohl im Kunstverein Trier Junge Kunst e.V. als auch in der Europäischen Kunstakademie eine Auswahl seines druckgraphischen Werkes vor.
Die beiden Kunstinstitutionen organisieren gemeinsam die Ausstellung des amerikanischen Druckgrafikers, der seit dem Jahr 2000 als Dozent für Druckgaphik an der Europäischen Kunstakademie lehrt und sich darüber hinaus durch die Leitung eines Ausstausches von amerikanischen Kunststudenten um die partnerstadtlichen Beziehungen zwischen Trier und Fort Worth besonders verdient gemacht hat.
Der 1941 in Jersey City, USA, geborene Künstler lebt und arbeitet in Fort Worth Texas. Er ist Professor für Drucktechniken an der Texas Christian University, Fort Worth und lehrt seit dem Jahr 2000 an der Europäischen Kunstakademie.
In über 100 Ausstellungen in USA, Mexiko, Mittel und Südamerika, Japan, Schweiz, ehem. Jugoslawien, Polen, Italien und England hat David Conn sein Werk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
David Conn ist einer der wenigen zeitgenössischen Druckgraphiker, die den klassischen Hochdruck in arbeitsintensiver wie altmeisterlicher Manier ausüben. Dabei transformiert er traditionell anmutende Landschaftsansichten mit einem subtilen Sinn für Abstraktion zu Momentaufnahmen aus Licht und Schatten, die sich in ihrer Zartheit und Ausdruckskraft erst auf den zweiten Blick erschliessen.
Conn arbeitet mit den tratidionellen Methoden des Hoch- und Tiefdrucks, sein Ansatz ist dabei alles andere als traditionell, sondern eher innovativ und kreativ. Er führt uns über das Handwerk subtil in die Welt der Abstraktion ein, um uns dann die mythisch anmutende Qualtität des Waldes nahezubringen.
Die Arbeiten David Conns sind inspiriert von den romantischen Landschaftsansichten des 19. Jahrhunderts, aber genauso von den abstrakten Expressionisten, besonders Franz Kline, einem anderen Meister der Schwarz-Weissen Kunst.
Conn sieht seine Bilder als Brücke zwischen Illusion und reinem optischem Raum. Er verbindet in seinen Arbeiten Natur und künstlerische Formgebung. Er geht unter anderem der Frage nach, inwieweit sich die Wildnis in den unterschiedlichen Erdteilen unterscheidet.
So sind die Bilder mehr als eine bloße Abbildung, sie schulen den Blick des Betrachters nicht nur für die Kunst, sondern auch für die reale Schönheit der Wildnis.
Dickicht heißt die aktuelle Ausstellung bei der neben der amerikanischen Wildnis auch hiesige Wälder in abstrahierende Licht- und Schattenspiele umgesetzt wurden.
Neben den kleinformatigen Landschaftsbildern zeigt David Conn eine Serie seiner Hobo-Zeichen. Seit den 80er Jahren beschäftigt sich Conn mit den Hobos, amerikanischen Wanderarbeitern.
In jahrelanger Feldforschung hat er selbst als Wanderarbeiter gelebt, um die Strukturen, die Lebensweise, aber vor allem die Zeichensprache der Hobos kennenzulernen.
Diese Zeichen hat er in eine künstlerische Sprache umgesetzt und als Radierungen festgehalten. Conn sichert so die flüchtigen, aber oft lebenswichtigen Spuren einer kaum bekannten Gemeinschaft am Rande der Gesellschaft und gibt ihnen somit eine neue Gegenwart.
Trotz der unterschiedlichen Thematiken zeigen beide ausgestellen Werkgruppen durchaus Gemeinsamkeiten, beide Seiten tendieren zum “Schwarz und zur Abstraktion”, beide handeln in ihrer eigenen Art vom Reisen. Dickicht, so David Conn, ist zudem der Platz an dem man vielleicht Hobos findet.
Die Ausstellung wird am 3. September in der Galerie des Kunstverein Trier Junge Kunst mit einer Vernissage um 19.30 Uhr eröffnet. Um 20.30 Uhr wird der zweite Teil der Ausstellung in der Europäischen Kunstakademie eröffnet. In das Werk des Künstlers wird Herr Dr. Stefan Brakensiek, Kustos der graphischen Sammlung der Universität Trier einführen.
Die Ausstellungsdauer und die Öffnungszeiten sind aufgrund der Strukturen der beiden Kunstinsitutionen unterschiedlich. Die Ausstellung endet am 29.09.2010 in der Europäischen Akademie und am 9.10.2010 in der Galerie Junge Kunst.
Zusammenfassung: Stefan Philipps, Kunstverein Trier Junge Kunst
Textauszüge zum Teil übersetzt aus dem Englischen:
Adele Krause (independent art critic) Between Shadow an quick Light: The linocuts of David Conn, Gallery 414, Fort Worth, Texas, 2007
Malcolm Warner (Deputy Director, Kimbell Art Museum) Thicket: prints by David Conn, Fort Worth, Texas, 2009
Dr. G. Lohberg, Europäische Kunstakademie Trier
Eröffnung: Freitag, 3. September 2010
19.30 Uhr, Galerie Junge Kunst, Karl-Marx-Straße 90 und
20.30 Uhr, Europäische Kunstakademie, Aachener Straße 63
Einführung: Dr. Stephan Brakensiek, Kustos der Graphischen Sammlung der Universität Trier
Kuratoren: Dr. Gabriele Lohberg, Britta Deutsch, Stefan Philipps
Kunstverein Trier Junge Kunst e.V.
Galerie Junge Kunst
Karl-Marx-Straße 90
54290 Trier
Telefon: 0651/ 9 76 38 40
www.junge-kunst-trier.de
Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung
Europäische Kunstakademie
Aachener Staße 63
54294 Trier
Telefon: 0651/ 99 84 60
www.eka-trier.de
Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr

