Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Lernorte der Geschichte

Dauerausstellungen in Berlin - Geschichte ganz privat - Einen Blick hinter die Kulissen der Macht

Einen Blick hinter die Kulissen der Macht versprechen die Bundesstiftungen, die an große deutsche Staatsmänner erinnern: Otto von Bismarck, Friedrich Ebert, Konrad Adenauer, Theodor Heuss und Willy Brandt. Gleichzeitig laden sie dazu ein, Geschichte neu zu entdecken.

Unter dem Motto Biografien erzählen – Geschichte entdecken haben sich die fünf Politikergedenkstiftungen heute zum ersten Mal gemeinsam in Berlin vorgestellt.

Dabei unterstrich Kulturstaatsminister Bernd Neumann die Bedeutung dieser Erinnerungsorte für die politische Bildung. "Alle fünf Häuser laden mit ihren Dauerausstellungen zu einer Zeitreise ein und lassen geschichtliche Entwicklungen erlebbar werden."

Die Annäherung über individuelle Biographien mache Geschichte besondere für jüngere Menschen greifbar – und damit verständlicher, erklärte Neumann.

Engere Zusammenarbeit vereinbart

Künftig wollen die Stiftungen enger zusammenarbeiten, um ihre Angebote öffentlichkeitswirksamer darstellen zu können. Der Kulturstaatsminister hat deshalb für ein gemeinsames Internetportal und zeitgemäße Internetauftritte der einzelnen Stiftungen zusätzliche Mittel bewilligt. Die Stiftungen werden aus seinem Haushalt mit über fünf Millionen Euro im Jahr gefördert.
 

Biografien erzählen

Seit 1978 wurden die Gedenkstiftungen an Schauplätzen eingerichtet, die eng mit dem Leben dieser Staatsmänner verbunden sind: dem Wohnhaus Konrad Adenauers in Rhöndorf, dem Geburtshaus Friedrich Eberts in der Heidelberger Altstadt oder den Wohnräumen Theodor Heuss‘ in Stuttgart.

Die beiden Otto von Bismarck und Willy Brandt gewidmeten Stiftungen befinden sich ebenfalls an zentralen Orten im Leben dieser Politiker.

Im Mittelpunkt der Dauerausstellungen stehen die Lebenswege dieser Staatsmänner. Sie erzählen von ihrer Herkunft, wichtigen Stationen und Erfolgen, aber auch von Auseinandersetzungen und Niederlagen.

Eingebettet sind die Biografien in den jeweiligen historischen Kontext, wobei der aktuelle Stand der Forschung berücksichtigt wird.

Lernorte der Geschichte

Nicht umsonst verstehen sich die Einrichtungen als "Lernorte der Geschichte". Sie bieten großen und kleinen Besucherinnen und Besuchern ein vielfältiges Programm historisch-politischer Bildung. Gleichzeitig sind die Stiftungen auch in der Forschung engagiert: ihre Archive und Fachbibliotheken stehen nicht nur Historikern offen, sie veranstalten wissenschaftliche Tagungen und geben Publikationsreihen heraus.

Quelle:
http://www.bundesregierung.de/...