Gesellschaft Freunde der Künste

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Sprache, Gesang, Szene, Musik

Das Schloss - Nach Franz Kafka am Düsseldorfer Schauspielhaus

Nach der Gemeinschaftsproduktion „Herz und Mund und Tat und Leben“ liefert Franz Kafkas 1922 entstandener, unvollendeter Roman „Das Schloss“ den Stoff für ein weiteres gemeinsames Projekt des Düsseldorfer Schauspielhauses mit der Deutschen Oper am Rhein und den Düsseldorfer Symphonikern.

In der Begegnung und Durchdringung der unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksweisen – Sprache, Gesang, Szene, Musik – wird versucht, der eigenartigen Situation Ausdruck zu verleihen, in die sich der Landvermesser K. in Kafkas Roman versetzt sieht.

K. kommt in ein Dorf, das zu dem Besitz eines Schlosses gehört, um seine bestellten Dienste zu verrichten. Im Dorf weiß man jedoch nichts von dem Auftrag. K. mietet sich in dem Dorfgasthof ein, um das Missverständnis aufzuklären. Die Beamten des Schlosses, die ab und an im Gasthof erscheinen, wie auch die Dorfbewohner verhalten sich K. gegenüber seltsam distanziert.

Das Schloss scheint auf die Dorfbewohner eine angsteinflößende Macht auszuüben und ihr Leben auf eine für K. rätselhafte Weise zu kontrollieren. K. wird endlich zum Schloss vorgeladen, aber im Gespräch mit dem Beamten überkommt ihn eine übergroße Müdigkeit, so dass ihm der Zugang zum Schloss verwehrt bleibt.

K. gelingt es nicht, hinter die Vorgänge im Schloss und seinen bürokratischen Apparat zu kommen. Zunehmend gelähmt von der Unergründlichkeit des Systems, beginnt eine vorsichtige Annäherung zwischen ihm und der Dorfbevölkerung.

Kafkas Roman spiegelt die Ängste seiner Zeit vor der Anonymität der Macht wider, die angesichts heutiger Probleme wie Klimawandel, globaler Terrorismus oder Bankencrash nicht geringer geworden sind.

 Alexander Müller Elmau, der bereits Kafkas Roman „Amerika“ im Kleinen Haus als dichtes Kammerspiel auf die Bühne gebracht hat, wird für dieses Projekt mit Solisten der Deutschen Oper am Rhein, Schauspielern des Düsseldorfer Schauspielhauses und Musikern der Düsseldorfer Symphoniker zusammenarbeiten und nach einer szenische Form suchen, die numinose Spannung in Kafkas Roman auf die Bühne zu übertragen.
 
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Das Schloss
nach Franz Kafka
Textfassung von Alexander Müller Elmau
Musik von Gustav Mahler und Thomas Hertel

 
Eine Koproduktion des Düsseldorfer Schauspielhauses, der Deutschen Oper am Rhein und der Düsseldorfer Symphoniker
 

Musikalische Leitung Ville Enckelmann
Leitung der musikalischen Einstudierung Thomas Hertel
Inszenierung und Bühne Alexander Müller-Elmau
Kostüme Gabriele Sterz
Dramaturgie Bernhard F. Loges
 
Sänger Annette Seiltgen, Laura Nykänen, Heikki Kilpeläinen
Schauspieler Lisa Arnold, Daniel Christensen, Moritz Führmann, Urs Peter Halter, Anke Hartwig, Volker Mosebach, Ronaldo Navarro
Musiker Matthias Haus, Rafael Klitzing, Kim Jovy, Stephan Meinberg, Vinzenz Wieg

Termine 

Mo | 07.12. | 19:30  
Di | 15.12. | 19:30 typo3/buy_tickets.php?id_event_date=6859440&url=&price=16,10+-+39,10+€
Do | 17.12. | 19:30

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