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Die Aufregung kommt noch früh genug

Das Orchester des Gymnasiums Philippinum stellt ihr Können unter Beweis

Das Gymnasium Philippinum in Weilburg gehört zu den drei Schulen, die beim Finale des 2. Hessischen Schulorchesterwettbewerbs des hr-Sinfonieorchesters und des Lions Clubs Frankfurt-Paulskirche um den Sieg spielen.

Am 5. Mai um 18 Uhr im Sendesaal des Hessischen Rundfunks stellen neben dem Orchester des Gymnasiums Philippinum auch die Orchester der Viktoriaschule Darmstadt und der Musterschule Frankfurt ihr Können unter Beweis. Sie hatten sich beim Vorentscheid am 13. April gegen die Karl-Rehbein-Schule Hanau, die Carl-Schurz-Schule aus Frankfurt sowie die Albert-Einstein-Schule aus Schwalbach durchgesetzt.

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„Im Moment freuen wir uns nur, dass wir bei einem so großen Auftritt mitwir-ken können“, sagt Martin Weinbrenner, der die Gesamtleitung des Orchesters verantwortet. „Ich denke, die Aufregung kommt dann noch früh genug.“ Im Jahr 2004 wurde das Orchester gegründet, Friederike Kremers, Lehrerin an der Weilburger Musikschule, betreut die Streicher. Diese Zusammenarbeit zwischen Schule und Musikschule habe sich als sehr effektiv erwiesen.

Schon vor zwei Jahren gelang den jungen Musikern der Sprung in den Vorentscheid des 1. Hessischen Schulorchesterwettbewerbs. Regelmäßig gestaltet das Philippinum-Orchester Konzerte, auch über den schulischen Rahmen hinaus, so zum Beispiel beim Mittelhessischen Kultursommer. Im vergangenen September umrahmte das Orchester den Bürgerempfang des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier.

Konzert in Deutschland

Am 5. Mai versucht das 44-köpfige Orchester mit einer Mischung aus effektvollen, eingängigen Werken wie der Star Wars Suite von John Williams und Klassikern wie der Rheinischen Sinfonie von Robert Schumann zu punkten. „Eine der größten Stärken des Orchesters ist vielleicht die Fähigkeit, in den Proben konzentriert und beharrlich an Stücken zu feilen, die sowohl musikalisch als auch technisch nicht ganz einfach sind“, erklärt Martin Weinbrenner. „Und dann machen wir manchmal die schöne Erfahrung, dass man das auch in den Momenten hören kann, in denen es darauf ankommt.“

Das Konzert am 5. Mai wird aufgezeichnet und später in Auszügen in hr2-kultur ausgestrahlt. Eine professionelle Aufzeichnung wird den Orchestern zur Verfügung gestellt. Der erste Preis des Wettbewerbs ist mit 3000 Euro dotiert, der zweite Preis mit 2000 Euro und der dritte Preis mit 1000 Euro. Die Preisgelder werden vom Förderverein des Lions Clubs Frankfurt-Paulskirche e.V. gestiftet.

Der Jury gehören an: Szolt Hamar, Generalmusikdirektor des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Prof. Dr. Andreas Löhr, Lions Club Frankfurt-Paulskirche; Lars Keitel, Künstlerischer Leiter Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus und Beauftragter für Musikwettbewerbe im Hessischen Lions Distrikt 111 Mitte-Nord; Johannes Kaballo, Landesbeauftragter „Schulen musizieren“ im Verband Deutscher Schulmusiker e.V., Landesverband Hessen, sowie vom hr-Sinfonieorchester der 1. Konzertmeister Ulrich Edelmann und der Leiter des Orchesterbüros Armin Wunsch. Bei der Bewertung geht es nicht allein um den Perfektions- und Schwierigkeitsgrad, sondern auch um die Ausstrahlung des Orchesters und seine Verbundenheit mit der Musik.

Der Schulorchesterwettbewerb ist eine der vielen Aktivitäten des hr-Sinfonieorchesters zur Nachwuchsförderung. Ein weiteres Angebot ist bei-spielsweise das in Kooperation von hr und Hessischem Kultusministerium be-treute Netzwerk „Musik und Schule“. Das Netzwerk begleitet den Besuch der Jungen Konzerte in der Alten Oper Frankfurt mit Unterrichtsmaterialien, orga-nisiert Schultouren der hr-Orchester, Probenbesuche für Schulklassen und unterstützt den Besuch von hr-Musikern im Musikunterricht.

Weitere Informationen gibt es unter www.hr-sinfonieorchester.de. Heruntergeladen werden kann hier auch die Info-Broschüre „Große Musik für junge Ohren“, in der die vielfältigen Aktivitäten der hr-Orchester für das junge Publikum vorgestellt werden.

Für den Lionsclub Frankfurt–Paulskirche fügt sich der Schulorchesterwettbe-werb in die langjährige Jugendarbeit ein, die vom Kindergartenalter bis zu dem Programm Lions-Quest „Erwachsen werden“ für 10 bis 14jährige Mädchen und Jungen reicht.