Der erfolgreiche Dramatiker Georg Dreyman und seine Freundin Christa-Maria Sieland, eine gefeierte Schauspielerin, sind das Vorzeigepaar der ostdeutschen Kulturszene. In ihr scheinbar von der Politik unberührtes Leben bricht die Staatsmacht ein.
Minister Hempf hat sich in die Schauspielerin verliebt und setzt die Stasi auf Dreyman an, um ihn aus dem Weg zu räumen. Den Auftrag zur Überwachung erhält der linientreue Stasi-Offizier Gerd Wiesler, ein gefürchteter Abhörspezialist. Er richtet sich auf dem Dachboden über Dreymans Wohnung eine Abhörzentrale ein.
Als ständiger unsichtbarer Zuhörer nimmt er nun am Leben der Anderen teil. Damit hat er allerdings nicht gerechnet: Obwohl er sich heftig dagegen wehrt, wird er mehr und mehr in den Bann der Observierten gezogen und seine Loyalität zum Staat wird auf eine Probe gestellt. Er ist beeindruckt vom Leben, das die beiden führen, beeindruckt von ihrem kulturellen Umfeld, und so verändert er sich selber und löst sich von seiner Aufgabe.
Endgültig verrät er seine Prinzipien und wechselt auf die Seite der Anderen, als Dreyman anonym im „Spiegel“ einen Artikel über die ungewöhnlich hohe Selbstmordrate in der DDR veröffentlicht, und Wiesler nun alles dafür tut, die Entdeckung Dreymans zu verhindern. Als diese Dienstverweigerung auffliegt, ist seine Karriere als Angehöriger des Ministeriums ür Staatssicherheit beendet.
Bühnenfassung von Albert Ostermaier
Premiere am 11.10.2009, 18.00 Uhr
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