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Das Glück in kleinen Raten

Das große Glück, Erziehungsberechtigter zu sein

Eigentlich ein grauenhaft behördliches Wort, Erziehungsberechtigter, aber amtlich korrekt. Da hört sich Mutter, Mutti oder Mama beziehungsweise Vater, Vati oder Papa ganz anders an. Um eben jegliche Unsicherheiten, die das Leben so mit sich bringen kann, einzuschließen, sind Eltern heute Erziehungsberechtigte. Inhaltlich ändert dies jedoch nicht viel.

Es ist ohne Frage ein glücklicher Moment, wenn ein Kind geboren wird. Wenn schon Wochen und Monate vorher über die Kinderzimmerausstattung diskutiert oder Prospekte von Kinderwagen gewälzt werden. Langsam rückt das bedeutende Datum näher und dann ist es so weit.

Der Nachwuchs ist da und der umsichtige und natürlich stolze Vater oder auch die Mutter haben schon im Voraus unzählige Geburtskarten in vielen verschiedenen Variationen durchgesehen, um dann eine davon mit dem Bild des Neugeborenen zu versehen und an Freunde und Verwandte zu senden.

Geteilte Freude ist doppelte Freude

Wenn nur alles so einfach wäre wie das Versenden von Geburtskarten, um die Freude über die Geburt zu teilen. Denn nach der Geburt stellen gerade Erziehungsberechtigte des ersten Kindes fest, das Eltern zu werden durchaus Freude bereitet, Eltern zu sein jedoch nicht immer von Sonnenschein begleitet ist. Dabei sind nächtliche Aufstehaktionen, um das weinende Baby zu beruhigen, noch eine Kleinigkeit.

Kinder wachsen, was für die Erziehungsberechtigten eine ständige Anpassung und gleichzeitig Veränderung der Lebensumstände bedeutet. Das ist nicht immer einfach und mit nicht wenigen finanziellen Mitteln verbunden.

Unterschiedlichen Schätzungen zufolge belaufen sich die „Investitionen“ in ein Kind von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr auf etwa 110.000 bis 150.000 Euro. Dazu kommen Besuche bei Kinderärzten oder besondere Wünsche des Kindes, deren Kosten in der Regel mit zunehmendem Alter im Quadrat steigen. Klar ist, das kinderlose Paare und Jungesellinnen ein leichteres Leben führen als Erziehungsberechtigte. Doch ist das wirklich alles?

Das Glück in kleinen Raten

Sicherlich kennen Mütter und Väter diese Momente, in denen sie sich fragen, ob ihre Erziehungsmethoden wirklich richtig sind. Meist dann, wenn etwa ein Brief vom Schulleiter eintrifft oder die Rechnung für eine eingeschlagene Scheibe am Nachbarhaus bezahlt werden muss, weil der Fußball des Sprösslings die falsche Bahn eingeschlagen hat.

Kinder machen uns glücklich

Dann kommen aber auch diese vielen kleinen Momente des unglaublichen Glücks, die den zeitweiligen Ärger nicht nur egalisieren, sondern ihn tausendfach übertreffen.

Das beginnt bei manchen Vätern schon beim Ultraschallbild, das bereits ein paar Wochen vor der Geburt herumgereicht wird. Doch wirklich bezaubernd wird es, wenn das Kind dann da liegt und den stolzen Eltern signalisiert: Da bin ich, ich bin euer Kind.

Diesem ersten Glücksgefühl werden noch viele weitere folgen. Das erste Lächeln, das erste Wort oder die ersten Schritte auf noch wackligen Beinen. So wird es weiter gehen. Es kommen stolze und wunderschöne Momente, die nur Eltern erleben können. Ein Kind, das eigene Kind, ist schlicht ein Wunder.

 

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