Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Ausstellungsempfehlung - Josephine Meckseper

Das Ende der Alten? Der Beginn einer neuen Ideologie?

Zeitgeist, den „Geist" der Zeit treffen. Zeitgeist Rebellin tituliert der Spiegel jetzt und meint damit Josephine Meckseper. Die „Deutsche", darauf legt man nun Wert, arbeitet seit über 10 Jahren in New York. Übrigens wie die deutsche „Lüpertz - Schülerin" Pia Dehne mit der Josephine Meckseper seit Jahren befreundet ist. Man könnte sagen, der Prophet gilt nirgends weniger als im eigenen Land, zumindest so lange bis er im Ausland berühmt ist.

 Dann holen wir sie zurück ins Reich. Nun zeigt das Kunstmuseum Stuttgart ein Gesamtwerk von Meckseper auf 1.200 Quadratmetern. Die Schau bietet einen Überblick von den frühen Werken bis zu den neuen Arbeiten. In einer Vitrine steht ein Chanel-Flakon: „Ne travaillez jamais - „Arbeite nie" - lautet die Aufschrift. Auf einer Fotografie fügen sich zwei junge Blondinen in ein elegantes Ambiente, sie tragen goldene Halsketten mit den Buchstaben „CDU" und „CSU".

 Übrigens eine der älteren Arbeiten, die schon vor Jahren in Deutschland gezeigt wurden, aber da galt man noch nichts im eigenen Land. Nun da der Londoner Sammler Charles Saatchi jüngst mehr als ein Dutzend ihrer „coolen" Kunst erworben hat, sieht das anders aus. Josephine Meckseper ist im Nachhinein gar nicht mehr so glücklich mit dem Ankauf von Saatchi,

Für ihre Schau im Kunstmuseum Stuttgart, konkretisiert Meckseper die Prophezeiung von Andy Warhol, das eines Tages Kaufhäuser zu Museen und Museen zu Kaufhäusern werden. Seit 1994 ist Josephine Meckseper Herausgeberin und Chefredakteurin des New Yorker Satire Magazins FAT.

Gottfried Böhmer

Die Ausstellung in Stuttgart sollte man gesehen haben:
Ausstellung bis 28. Oktober 2007

http://web.archive.org/web/20071022143834/http://www.kunstmuseum-stuttgart.de/
http://web.archive.org/web/20071022143834/http://www.saatchi-gallery.co.uk/artists/josephine_meckseper.htm