Gesellschaft Freunde der Künste

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Darko säuft. Säuft, bis sich sein Gehirn nach außen stülpt.

Das blaue blaue Meer am 22.5.2010 Theater Bremen

Darko säuft. Säuft, bis sich sein Gehirn nach außen stülpt. Säuft, bis er stottert und nach Luft schnappt. Säuft, bis er seinen Namen vergisst. Wie so viele in der Hochhaussiedlung am Stadtrand. Doch dann kommt Motte. Wohnsiedlungsprostituierte. 19 Jahre. Ein Lottogewinn, eine heruntergefallene Sternenschnuppe. Und plötzlich fängt Darko an, etwas zu fühlen, das wenige hier fühlen dürfen: Hoffnung. Plötzlich entsteht ganz leise ein Gefühl, eine Stimme, die sagt: „Raus, wir müssen raus hier.“ Gemeinsam trauen sich Darko und Motte, vom bisher Undenkbaren zu träumen. Ein Stück über das Meer, die Sterne, den Plattenbau, den Tod. Ein Stück darüber, wie Armut und Verzweiflung an die Grenze der Wahrnehmungsperipherie der Deutschen gerückt wird und warum es Hoffnung für einige Menschen nur noch schlimmer macht. Ein sehnsüchtiges Stück voll von poetischer Kraft, verstörend, berauschend und komisch.

Besetzung

Inszenierung Sebastian Martin

Bühne und Kostüme Katja Fritzsche

Dramaturgie Diana Insel