Gesellschaft Freunde der Künste

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Unterstützung junger Unternehmen der Filmbranche im Mittelpunkt

Das 59. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg findet statt vom 11. bis 21. November 2010.

Das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg bietet talentierten Filmemachern ein inspirierendes Umfeld unter Gleichgesinnten und stellt jedes Jahr noch unbekannte Regisseure vor, die alle von einem hohen Bewusstsein für ihre Arbeit angetrieben werden und eine starke persönliche Vision verfolgen.


Aus über 1000 Einreichungen wählt das Festival jährlich nur 40 bis 50 Filme von neuen Autoren aus - als echte Premieren. Das ganze Jahr über suchen das Auswahlkomitee und die Scouts die Welt nach diesen außergewöhnlichen Arbeiten ab, die sie als die interessantesten und eigenwilligsten erkennen. Jeder Film, der in Mannheim-Heidelberg präsentiert wird, erhält so die konzentrierte Aufmerksamkeit der rund 1000 Branchenteilnehmer und Pressevertreter und der rund 60.000 Festivalbesucher gleichermaßen

Mit einem neuen Angebot für die internationalen Branchen- und Fachbesucher startet das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg in seine 59. Ausgabe im  November 2010. Das neue Konzept mit dem Namen MANNHEIM MEETING PLACE  besteht darin, künftig auch der Verbesserung der Vermarktung fertiger Filmwerke von Newcomer-Regisseuren Raum zu geben, während weiterhin, wie dies bisher bei den MANNHEIM MEETINGS der Fall war, ausgewählte Produzenten eingeladen werden, die potenziell Koproduzenten neuer, noch nicht realisierter Filmvorhaben werden können. 

 

„Ein lebendiger und von gegenseitigem Vertrauen lebender Treffpunkt für Newcomer und alle, die neue Filme des intelligenten Kinos der Newcomer produzieren und vermarkten wollen, will der neue MANNHEIM MEETING PLACE sein“, sagt Festivaldirektor Dr. Michael Kötz. 

Der erste MANNHEIM MEETING PLACE wird in der zweiten Hälfte des Festivals stattfinden, vom 17. bis 20. November 2010. 

 

Um die ausgewählten Filmwerke des Programms darin zu unterstützen, dass sie so umfangreich und intensiv wie möglich weltweit verkauft werden, wird das Festival selektiv internationale Filmhändler einladen, die sich intensiv mit Arthouse-Filmen von Newcomern befassen und dabei auch jene beachten, die selbst Newcomer als Filmhändler sind. Der bisherige International Buyers Service des Festivals geht in diesem Marktplatz für Filme auf. Die anwesenden Filmhändler werden zudem dazu animiert, sich mit neuen Filmprojekten, also noch zu realisierenden Filmen, die ebenfalls auf dem MANNHEIM MEETING PLACE vorgestellt werden, als mögliche Pre-Sales-Partner zu befassen.  

 

Auch bei der Auswahl neuer, erst noch zu realisierender Filme des MANNHEIM MEETING PLACE geht das Festival so selektiv wie möglich vor und wird sich auf hoch talentierte Werke von Newcomern konzentrieren. Unterstützt werden vornehmlich jene Regisseure und Produzenten, die schon mit ihren ersten Werken bewiesen haben, dass sie zu herausragenden Leistungen fähig sind, z.B. dadurch, dass sie im offiziellen Programm des Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg laufen oder in der Vergangenheit dort präsentiert wurden. Diesen Regisseuren und Produzenten wird angeboten, ihr nächstes Filmprojekt auf dem MANNHEIM MEETING PLACE zu präsentieren. 

Darüberhinaus sind Arthouse-Produzenten willkommen, die bereits Erfolge im Kurzfilmbereichvorweisen können und die zum ersten Mal eine internationale Koproduktion eingehen wollen. 

 

„Es gibt in Europa mittlerweile Dutzende von Projektmärkten für die Konfinanzierung neuer Filmprojekte - und es werden jedes Jahr mehr. Plötzlich stehen damit auch die MANNHEIM MEETINGS, die noch vor weniger als 10 Jahren (zusammen mit dem Cinemaart von Rotterdam) fast ein Alleinstellungsmerkmal als Filmprojektmarkt hatten in Europa, vor der dadurch erzwungenen Aufgabe, sich neu zu definieren. Uns erscheint es immer weniger sinnvoll, Projekt-Meetings zu arrangieren, die nur Versäumnisse im Bereich frei zugänglicher Informationen ausgleichen, und stattdessen immer sinnvoller, jenes Element sehr intensiv zu pflegen, dass tatsächlich relevant ist: die persönliche Begegnung, aber eben auf der Basis guter Vorinformationen, bis hin zu sämtlichen Filmförderungsmöglichkeiten, wie sie das Internet ja längst bereit hält“, sagt Dr. Michael Kötz weiter. 

 

Das Festival hält es für absehbar, dass angesichts der großen Zahl von Projektmärkten und Fördermaßnahmen seitens der Politik in Europa eine Strategie entwickelt wird, die nur noch auf wenige, vermeintlich größere oder bedeutendere Filmprojekte setzt und fast nur noch deren Herstellung und Vertrieb subventioniert - zu Lasten der vielen kleineren Unternehmungen. Die Geschichte der Filmindustrie zeige aber deutlich, dass es mittel- und langfristig sehr schädlich ist, kleine aber wirkungsvolle und kreative Projekte zu übersehen, nur weil die "Umsatzgrößen" (zunächst) geringer sind. Das Kunststück müsse darin bestehen, die Pflege kreativer kleiner Einrichtungen nicht zu vernachlässigen, hier sogar gezielt zu investieren, und zugleich auf eine gewisse Nachhaltigkeit zu drängen und die künstlerischen aber auch filmwirtschaftlichen Talente kontinuierlich zu pflegen und wie einen Schatz zu hüten. 

 

MANNHEIM MEETING PLACE: 17. – 20. November 2010  

 

www.mannheim-filmfestival.com

 

Für weitere Informationen:

Marija Capek
Tel: +49 (0)621 1560153
press[at]iffmh.de