Dantes „Göttliche Komödie“ war die Inspirationsquelle für Puccinis drei Einakter, in denen er alle Facetten des Theaters entfaltet, vom realistischen Schauerstück über die lyrisch-empfindsame Tragödie bis zur derben Burleske. Dabei bilden die drei Stücke eine Einheit wie die Flügel eines Altars: Hölle, Himmel und Erde erscheinen projiziert ins Diesseits einer eng begrenzten Welt, in der die Menschen gefangen sind. Die letzte Grenze aber ist der Tod, der in den drei Stücken in all seinen Aspekten gegenwärtig ist: als Gewalttat, als Erlösung, und als groteske Maskerade.
Das Triptychon wurde 1918 erstmals komplett an der Met in New York aufgeführt. Mit der großartigen dreiflügeligen Struktur rührt Puccini an archaische Grundfragen zwischen Liebe und Tod und schlägt stilistisch den Bogen von den „impressionistischen“ Stimmungsgemälden des „Mantel“ zum lockeren parlando-Stil der Komödie.
Musikalische Leitung: Jac van Steen
Inszenierung: Christine Mielitz
Ausstattung: Kaspar Glarner
Choreinstudierung: Granville Walker
Aufführungen bis zum 7.4.2011
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