Ist das tatsächlich NS-Raubkunst? Tatsache ist, dass von den 1500 Kunstwerken von Cornelius Gurlitt in drei Jahren Nachforschung bisher nur sechs Bilder jüdischen Vorbesitzern zuzuordnen sind. Aber auch bei diesen Werken ist nicht zu ermitteln, ob sein Vater, Hildebrand Gurlitt, sie nicht rechtmäßig erworben hat.
Ist das Raubkunstpropaganda?
Warum wird in den Medien weiter von "Raubkunst" geschrieben? Warum will man in Deutschland nicht einfach akzeptieren, dass die Gurlitts einfach nur leidenschaftliche Kunst-Sammler waren. Dafür spricht auch, dass er so gut wie keine Werke verkauft hat, also sich nicht bereichern wollte.
Umstrittener Nachlass?
Warum schreibt man weiterhin von dem "umstrittenen Nachlass" dieser Sammlung. Der "Spiegel" schrieb: "Jahrzehntelang hütete Cornelius Gurlitt einen Kunstschatz aus der Nazizeit." "Seit das Magazin "Focus" die Beschlagnahmung der Sammlung enthüllte, versammelt sich unten vor seiner Haustür die Weltpresse. Tritt er vor die Tür, beginnt das Blitzgewitter, als wäre er ein Kriegsverbrecher.
Raubkunstverdacht?
Die Ausstellungsmacher in Bonn behaupten, dass sie Werke zeigen wollen, die angeblich noch unter Raubkunstverdacht stehen würden und preisen die Ausstellung als "Raubkunstsammlung" an. Sollen mit der Raubkunstpropaganda nur Besucher angelockt werden?
Fakt ist, dass sich obwohl die Sammlung seit drei Jahren öffentlich ist, niemand weiteres Ansprüche erhoben hat. Am Freitag den 3.11 2017 berichtete "WDR-Aktuell" von über 1500 Ausstellungsbesuchern zur Eröffnung der Ausstellung, das hat ja prima geklappt. Der arme Cornelius Gurlitt.
Die Bundeskunsthalle Bonn schreibt in ihrer PR: Als im November 2013 bekannt wurde, dass die bayrische Staatsanwaltschaft die Kunstbestände von Cornelius Gurlitt beschlagnahmt hatte, war das öffentliche Aufsehen groß.
Denn die insgesamt 1500 Kunstwerke waren nicht nur jahrzehntelang dem Blick der Öffentlichkeit entzogen, sondern verdächtig: Handelt es sich um NS-Raubkunst?
Die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern präsentieren nun in zwei zeitgleichen Ausstellungen mit unterschiedlichem Fokus eine Auswahl aus diesem umfangreichen Nachlass.
„Es ist ungemein wichtig, dass dieses Kapitel der deutschen – und letztlich europäischen – Geschichte nicht in Vergessenheit gerät“, sagt Intendant Rein Wolfs. „Der NS-Kunstraub ist längst noch nicht abschließend aufgearbeitet, und er muss zwingend in seinem gesamtgeschichtlichen Zusammenhang betrachtet werden.“
Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren.
So konnten bislang vier Werke an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Als seinen Erben hatte Gurlitt, der im Mai 2014 verstarb, das Kunstmuseum Bern bestimmt.
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn


Die Bilder von Dorothea Schüle gehörten nicht zu der Sammlung von Cornelius Gurlitt und sind garantiert keine Raubkunst. Fotos (c) Dorothea Schüle
Auch das Werk Illuminati gehörte nicht zu der Sammlung von Cornelius Gurlitt