Was ist "CINARCHEA"?
Wie das Kunstwort "Archäologie" im 18. Jahrhundert gebildet wurde, um eine neue Wissenschaft zu bezeichnen, die sich mit alten Kulturen befaßt, so möchte das Kompositum CINARCHEA seit Ende des 20. Jahrhunderts Signal sein für alle, die sich für die Vermittlung von archäologischen Kenntnissen, Erfahrungen und Überlegungen im Medium Film interessieren.
Allgemein
Das 9. Internationale Archäologie-Film-Kunst Festival CINARCHEA findet in der Zeit vom 22. - 24. April 2010 in Kiel statt. Veranstalter ist der Förderverein CINARCHEA e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der CAU und dem Kulturamt der LH Kiel.
Nach 2008 ist es das 9. Internationale Archäologie-Film-Kunst Festival in Deutschland; es stellt sich in eine Reihe mit den europäischen Archäologie-Film-Festivals AGON (Griechenland), ICRONOS (Bordeaux), KINEON (Brüssel), FESTIVAL DU FILM D'ARCHÉOLOGIE AMIENS (Frankreich), der RASSEGNA INTERNAZIONALE DEL CINEMA ARCHEOLOGICO in Rovereto (Italien),dem FESTIVAL INTERNATIONAL DE FILMS D'ARCHÉOLOGIE DE NYON (Schweiz) und dem FESTIVAL INTERNACIONAL DE CINE ARQUEOLÓGICO DEL BIDASOA (Spanien).
Zielgruppe
CINARCHEA ist als ein wissenschaftlich fundiertes, aber dennoch populär ausgerichtetes Fachfestival gedacht. CINARCHEA will dem internationalen Fachpublikum – Archäologen, Museumsdirektoren, Filmemachern und Publizisten - Anregungen und Gelegenheit zu Kontaktaufnahme und Diskussion geben und zugleich ein Angebot für die interessierte Öffentlichkeit schaffen.
Filmauswahl
Es gibt keine Begrenzung auf ein archäologisches Thema, etwa auf eine bestimmte Kulturepoche, vielmehr soll ein umfassender Einblick in die Welt des archäologischen Films gegeben werden, der den verschiedenen Bereichen der Forschung (Ausgrabung, Restaurierung, Konservierung, experimentelle Archäologie, Unterwasser- und Luftbildarchäologie etc.) ebenso gerecht wird wie den Genres der Filme (Übersichtsfilme, Dokumentation bestimmter Grabungs- und Forschungsprojekte, computeranimierte Rekonstruktion, Spielfilme sowie Trick- und Experimentierfilme zum Thema Archäologie). Daher handelt es sich bei den auf dem Festival gezeigten Filmen nicht nur um Dokumentarfilme im klassischen Sinne, sondern auch um experimentelle Auseinandersetzungen mit archäologischen Themen. Auch Filme, die künstlerische Perspektiven des Themas darstellen, gehören selbstverständlich dazu. Die Kriterien, nach denen eine Auswahljury das endgültige Programm zusammenstellt, werden sowohl die wissenschaftliche Seriosität als auch die filmische Qualität der Produktionen sein.
Wettbewerb
Die Attraktivität der Veranstaltung wird durch einen internationalen Wettbewerb mit Preisverleihung gesteigert. Der Wettbewerb bietet eine Übersicht über besonders bemerkenswerte Produktionen der letzten vier Jahre und dabei zugleich einen Einblick in den aktuellen Stand der archäologischen Forschung.
Preise
Im Rahmen des Wettbewerbs werden von einer internationalen Fachjury, die sich aus Archäologen, Filmemachern, Publizisten und Veranstaltern anderer europäischer Archäologie-Film-Festivals zusammensetzte, mehrere undotierte Preise vergeben.
Symposium
Das Festival wird begleitet von einem Symposium. Dazu werden Archäologen und Filmwissenschaftler, Filmemacher, Museumsdirektoren, Medienwissenschaftler und Journalisten geladen, die das jeweilige Thema aus unterschiedlichen Perspektiven bearbeiten und zur Diskussion stellen.
Infos unter http://www.uni-kiel.de/cinarchea/

