Gesellschaft Freunde der Künste

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bis zum 2.3.2010 Galerie Möller, Warnemünde

CHRISTIAN LANG Malerei und Grafik CORNELIA VÖLKER Schmuck

Der Chemnitzer Grafiker und Maler gehört zu dem ausgewählten Kreis der Künstler, die die Galerie Möller immer wieder mit neuen Arbeiten zeigt.
Er war mit seinen Werken bei allen thematischen Ausstellungen vertreten und diese Exposition ist bereits seine vierte eigene Ausstellung in unserer Galerie.
In Folge dessen sind besonders seine Grafiken in vielen norddeutschen Privatsammlungen, aber auch in öffentlichen, wie der Kunsthalle Rostock oder dem Restaurant „Cezann“ in der Warnemünder Mühlenstraße zu finden.
Dieser Erfolg ist beharrlich erarbeitet.

Christian Lang ist 1953 in Chemnitz geboren. Zunächst war er, nach einer Lehre als Werkzeugmacher auch in diesem Beruf tätig. Bereits in diesen Jahren hat er sich autodidaktisch mit Malerei und Grafik beschäftigt.
1984 durch die Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler, die gleichzeitig eine Anerkennung durch die Kollegen bedeutete, baute er sich eine eigene Druckwerkstatt auf und wurde freiberuflich.

Er rekonstruierte alte, heute nicht mehr praktizierte Drucktechniken, wie das Mezzotinto, baute seine Werkzeuge dafür selbst, vereinte sie z.B. mit Kaltnadelradierungen und Prägungen zu einem unverwechselbaren grafischen Stil. Die Bildarchitektur wird in Studien vorbereitet. Das Zeichnerische trägt die Komposition und die Farbe ist dem untergeordnet, eher koloriert eingesetzt.
In der Malerei ist das Verhältnis umgedreht. Die Farbe bestimmt die Komposition und die Linie, also das grafische Element wird benutzt, die Oberfläche mit lebendiger Struktur zu gestalten.

Letztlich durchdringen und bedingen Grafik und Malerei im Werk Christian Langs einander und im Hintergrund scheint man beim Betrachten immer Musik
zu hören. Ohne sie, bevorzugt klassischen Jazz, aber er ist auch offen für Rock- ,irische Folkmusik und andere Musikrichtungen, entsteht kein Bild.
Fossile Elemente, wie z. B. den Ammonit, die er auch leidenschaftlich sammelt, Kreuze, Federn und Strukturen benutzt er als Zeichen und Symbole, die sich durch seine Bildkompositionen ziehen. Ob er Reiseeindrücke aus Australien verarbeitet oder den bekanntesten deutschsprachigen jüdischen Autor Edgar Hilsenrath illustriert, sie sind überall zu entdecken.

Biblische Themen, wie die Arche Noah greift er immer wieder auf. Das Symbol der Arche zieht sich wie ein roter Faden durch sein Schaffen.
Ob in seiner Grafik oder seiner Malerei, sein Radius dreht sich immer um eine Mitte, empfindsam, berührend, aber auch kraftvoll dynamisch – das Menschliche.

Seine Lebensräume, Hauptthema seines künstlerischen Schaffens, regen zum Nachdenken über das woher ? und wohin ? an.
In seiner stillen Art macht er uns so auf das Bedenken unserer Lebensräume aufmerksam, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben. Cornelia Völker ist ebenfalls seit vielen Jahren mit ihrem Schmuck in der Galerie vertreten. Es ist ihre dritte Personalausstellung in diesen Räumen.
Ihre Handschrift im Schmuck, ihr persönlicher Stil ist in hohem Grade wieder erkennbar.

Sie erschafft Schmuckstücke, die weder penibel kleinlich noch künstlerisch aufgesetzt erscheinen.So kommunikativ wie sie selbst veranlagt ist, sie veranstaltet in ihrer Schmuckschmiede in Berlin 4 x im Jahr Ausstellungen mit Malern und Grafikern, es gibt bei ihr ein Maibowlenfest und ein Punschfest, so ist sie auch in ihrer Schmuckauffassung auf Verbindlichkeit bei gleichzeitiger ausdrucksstarker Individualität aus.

Cornelia Völker ist 1954 in Witten an der Ruhr geboren und hat in ihrerAusbildung alle Stationen von der strengen Goldschmiedelehre, Gesellenzeit, dem Besuch der Fachoberschule für Gestaltung bis zum Studium für Industrie-Design an der Hochschule in Wuppertal durchlaufen.

Der Schmuck ist ihre Passion geblieben. Der geisttötenden Gefahr der seriellen Produktion ist sie entronnen und entwirft und fertigt selbst nur Unikate.
Typisch für sie ist die Verwendung von Silber und Gold, gern auch Rotgold, in Kombination mit edlen Steinen in einem Schmuckstück. Und was für Steine !
Der Opal mit seinem geheimnisvollen vielfarbigen Leuchten aus dem Inneren scheint ihr Lieblingsstein zu sein. Sie holt oder bezieht ihn aus Mexiko und Australien. Alle anderen Steine, Korallen, Karneole, Korunde ( Oberbegriff für Rubine), Lapis, Granat, Aquamarin, Amethyst, Labradorit, Zitronenchrysopras oder Tigerauge bezieht sie als Rohsteine, die ein Steinschleifer nach ihren Wünschen bearbeitet. Dabei geht es ihr nicht um den Wert eines Steines, sondern seine Schönheit, die für sie durchaus auch im Unreinen liegen kann.
Aus den Unikaten der Natur entstehen, mit großer Achtung vor diesen Naturwundern, ihre Unikate. Sie folgt dem vorgegebenen Charakter des Steines und doch sind es am Ende typische Völkerschmuckstücke.

Bei aller Experimentierfreudigkeit bleibt sie in der Gestaltung materialgerecht. So pendelt sie, oft in einem Stück, zwischen konstruktiven und organischen Elementen, hell und dunkel, Hochglanz und mattiert oder geätzt.
Selbst in ihren sehr ungewöhnlichen Doppelringen, die über zwei Finger zu tragen sind und in der Galerie immer besondere Aufmerksamkeit erregen, behält sie den Adressat, die Trägerin im Auge.

Ihr Schmuck ist in seiner Qualität eine Quintessenz aus solidem Handwerk, gestalterischer Disziplin und subjektivem Ausdruck.

Dauer der Ausstellung bis zum 2.3.2010

Kontakt

Galerie Möller, Warnemünde

Am Strom 68

info@galerie-moeller.de 

Öffnungszeiten

mo-sa 10-18

so 10-16

Links

http://www.galerie-moeller.de/ausstellungen.htm