Seit wenigen Tagen können Besucher sich auf der 3. Internationalen Chorbiennale in Aachen erfreuen.
Erstmals gastiert das Chorfestival jetzt auch außerhalb der Region in Bonn und im Altenberger Dom. An 19 Veranstaltungsorten wird man exquisiten Chorgesang genießen können, 30 Einzelveranstaltungen sind es insgesamt geworden, von der Einführung zu Marcus Teller bis zu Großveranstaltungen wie dem „Sing along“ und der „Langen Chornacht“.
Chorbiennale schon vielfach sichtbar
Einige Aachener Passanten mögen sich in letzter Zeit gefragt haben, was es mit dem artifiziell geschriebenen „CHOR“ mit den zwei Punkten auf sich hat und sind neugierig, was vom 12. bis 23. Juni in Aachen stattfinden wird.
Die Chorbiennale präsentierte jetzt die verschiedenen Plakate, auf denen nicht nur die Chormodels der verschiedenen mitorganisierenden Kammerchöre und ein JEKISS-Kind dem Festival ein Gesicht geben. Besonders beeindruckt Produktionsleiter Ansgar Menze, dass selbst auf dem Plakat, auf dem kein Einzelkonzert beworben, sondern nur über die einzelnen Konzertformen und das Beiprogramm informiert wird, die Umrisse eines beachtlichen Festivals erkennbar werden.
Gediegenes Konzertprogramm
Dass aber nicht allein ein mehr oder weniger bekanntes Veranstaltungsschema einfach nur mit beliebigen Konzertprogrammen gefüllt wurde, zeigten Harald Nickoll und Prof. Fritz ter Wey, die einen Blick in die verschiedenen Konzertabende gewährten. Die Programme sind auch auf der Festivalhomepage nachzulesen.
Konzerte in Deutschland
Neben dem kunstphilosophischen und gesellschaftlichen Aspekten von Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ passt diese Oper, die in der Johannisnacht und am Tag danach spielt und auch eine Spielart des „Sommernachtstraums“ ist, mit ihrer Gegenüberstellung von Tag und Nacht auch hervorragend zum Festivalmotto Kontraste. Weitere Programme zielen ebenfalls auf dieses reizvolle Gegensatzpaar: Carmina Mundi singt bedeutende Nachtstücke von Gustav Mahler („Um Mitternacht“) und Eric Whitacre (Nox aurumque); Schließlich kommt die Nachtthematik zentral beim Konzert es WDR Chores bei der „Ganznächtlichen Vigil“ von Serge Rachmaninow zum Tragen – die Vertonung der 15 Stundengebete vom Sonnenuntergang bis zum Sonnenaufgang – aufgeführt wird das Werk dann pünktlich zum Sommeranfang am 21. Juni.
Viele Partner der Chorbiennale
Ein Blick ins neue Programmheft der Chorbiennale führt auch die vielen Geldgeber und Sponsoren der diesjährigen Ausgabe vor Augen: Neben der Sparkasse als dem Festivalsponsor, sind hier auch die Regionale Kulturförderung NRW, die StädteRegion Aachen, mecca neue medien, die Lohmann-Hellenthal-Stiftung und die Stawag.
Die größtenteils interkontinentalen Chöre konnten dank der Mithilfe verschiedener Institutionen nach Aachen eingeladen werden. So förderte das Goethe-Institut in Verbindung mit dem Auswärtigen Amt den „Coro da Camerata Antiqua Curitiba“, die Asuntos Culturales. Ministerio de Relaciones Exteriores y Cuita Republica Argenina die Grupo de Canto Corale. Der Hamrahlid-Chor erfuhr eine Unterstützung durch die isländische Republik und die Ursula Lachnit Fixson-Stiftung finanzierte einen Kompositionsauftrag an Gilad Hochman durch das Ensemble Sirenot, dessen Stück innerhalb der Chorbiennale uraufgeführt wird – Gilad Hochman erhielt bereits 2009 den Auftrag zu einer Komposition eines neuen Chorwerkes für die damals neue Chorbiennale.
Besonders freuten sich die Beteiligten, dass mit dem Westdeutschen Rundfunk Köln und dem Deutschlandradio KULTUR, Berlin zwei bedeutende Rundfunkanstalten bei der Biennale wieder dabei sind.
Konzerte auch außerhalb von Aachen
Weitere Konzerte konnten dank der Zusammenarbeit mit der Stadt Monschau, dem Collegium musicum der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Stiftskirche St. Petrus, Bonn, dem Altenberger Dom und dem Ludwig Forum realisiert werden. Schließlich sind es neben den mitorganisierenden Kammerchören die 67 verzeichneten Chöre der Langen Chornacht (inzwischen sind es 68 Chöre geworden), die gemeinsam die Lange Chornacht zu einem Fest der Sinne und der Begegnung werden lassen.
Anteil des Publikums an der Chorbiennale
In der Gestaltung der Festivalbroschüre spiegelt sich auch schon die junge Geschichte der Chorbiennale. So stammen viele Bilder aus den vorangegangenen Chorbiennalen und vermitteln neben dem Künstlerischen viel Atmosphäre – Bilder vom erwartungsfrohen Publikum, die laut den Veranstaltern auch ein wichtiger Teil der Chorbiennale sind.
Besondere Herausforderung mit Belohnung
Eine große Herausforderung, auf die er sich wahnsinnig freut, ist das neue „Sing along“, das am 15. Juni open air auf dem Katschhof stattfinden wird. Erst wird es mit dem Publikum, das selber den Chor bildet, eine gemeinsame Probe um 15 Uhr geben, um 17 Uhr können sich dann die passiven Zuhörer vom Ergebnis überzeugen.
Wie Produktionsleiter Ansgar Menze aufzeigt, ist das „Sing along“ eigentlich ein „Alter Hut“, der aber bisher nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt hat. Das läge an der unmittelbare Lust, zu singen – sich mit seiner Stimme in einer animierten und animierenden Runde musikalisch zu äußern.
Bei dieser volkstümlichen Schwesterveranstaltung zum Konzert im Eurogress (dort Wagner – hier Verdi-Chöre) beginnen die Kleinsten des JEKISS-Projekts, jeder kann mitmachen, aber dennoch ist das Konzert die Chefsache vom neuen GMD Kazem Abdullah.
Mit dem Aachener Studentenchor der KHG und dem Bachverein sichern zwei honorige Institutionen (die eine mit einer langen Tradition, die andere verkörpert das junge aufstrebende Chorwesen), – komme was wolle – das sängerische Niveau.
Über 90 Köpfe bringt das Aachener Studentenorchester mit auf den Katschof; einige Ehemaligen hätten sich extra für dieses Event noch einmal gemeldet – Mit allein 10 Trompeten beim Triumphmarsch aus „Aida“ kommt das den Aufführungen in der Arena di Verona nahe.
Als kleinen Marketing-Gag bekommt jeder aktive Teilnehmer einen eigens produzierten Chorbiennale-Button.
Positiver Verlauf beim Vorverkauf
Verwaltungsdirektor Udo Rüber stellte fest, dass der Kartenvorverkauf sehr gut sei. Bei mehreren Konzerten müsste bereits über Zusatzbestuhlung nachgedacht werden. Wer in bestimmte Konzerte unbedingt wolle, sollte jetzt nicht mehr allzu lange mit dem Ticketkauf warten.
Weitere aktuelle Informationen (inklusive der neuen Veranstaltungen und der Konzertprogramme) unter www.chorbiennale.com.
Konzerte in Aachen
INTERNATIONALE CHORBIENNALE
Aachen 2013
Veranstaltet vom Kulturbetrieb Aachen
und dem Stadttheater Aachen/Musikdirektion
c/o Hubertusstraße 2-8
52064 Aachen
+49/175/466 91 65 (phone)
+49/241/4784 200 (fax)
Künstlerischer Beirat:
Harald Nickoll, Prof. Fritz ter Wey Hans Leenders,
Martin te Laak, Generalmusikdirektor Kazem Abdullah
Künstlerischer Produktionsleitung
Ansgar Menze menze@chorbiennale.com
Ø unterstützt durch Mitteln der öffentlichen Hand
Ø finanziert durch Stiftungen, Firmen- und Privat-Sponsoring
Ø ermöglicht durch die aktive Mithilfe seitens der teilnehmenden Chöre
Stadt Aachen
Fachbereich Presse und Marketing
Haus Löwenstein
Markt 39
52058 Aachen
E-Mail: presse@mail.aachen.de
www.aachen.de
www.aachen-emotion.de
www.route-charlemagne.eu
www.karldergrosse2014.de


Der Hamrahlíð Chor sind Schüler des Hamrahlíð-College in Reykjavík. Bild 1: Hamrahlíðarkórinn Reykjavik Quelle: Veranstalter
Bild 2: Sinfonieorchester Aachen Quelle: Veranstalter
Bild 3: Kazem Abdullah © Carl Brunn
Bild 4: Mädchenchor am Aachener Dom Quelle: Veranstalter
Bild 5: Rundfunkchor Köln Quelle: Veranstalter
Bild 6: Nicolas Fink © privat