Greg und Dylan sind zwei klassische Loser. Mit Anfang bzw. Mitte 30 lassen sie sich immer noch im “Hotel Mama” verwöhnen. Greg blickt auf eine mittlerweile 15-jährige Karriere in der Gemüseabteilung eines Supermarktes zurück, und Dylans Jobsuche ist allenfalls als halbherzig zu bezeichnen. So dümpeln die beiden Video spielend und Joints rauchend auf der Wohnzimmercouch vor sich hin, bis eine Tragödie sie aus ihrer Lethargie reißt: Mutter Catherine erleidet einen Schlaganfall und wird zum Pflegefall.
Nun müssen Greg und Dylan Entscheidungen fällen: Wie soll die Pflege der Mutter organisiert werden? Kommt ein Heim in Frage? Was ist man bereit und fähig zu tun und was ist man sich gegenseitig schuldig? Jetzt muss sich entscheiden, ob die Familie in der Not zusammenrückt oder auseinander bricht. Die schmerzliche Erfahrung, dass die eigene Mutter ihren Söhnen plötzlich zur Last fällt, wird zur Bewährungsprobe für die gegenseitigen Beziehungen.
“Choke” ist eine Tragikomödie über Menschen, die an ihrer Antriebslosigkeit und an den Herausforderungen des Lebens beinahe scheitern, dann aber an einer sie anfangs völlig überfordernden Aufgabe über sich hinauswachsen. Das Stück thematisiert unsere Probleme im Umgang mit Alten und Kranken und die Frage, wie die Generationen ihr Zusammenleben angesichts der demografischen Entwicklung und der Kostenexplosion im Gesundheitswesen in Zukunft organisieren wollen. Werden wir es uns überhaupt noch leisten können, pflegebedürftig zu sein?
Cathleen Rootsaert wurde 1970 in Kanada geboren. Sie schreibt für Theater, Fernsehen und Radio. Daneben arbeitet sie auch als Schau- spielerin und Regisseurin. Sie wurde zweifach mit dem Elizabeth Sterling Haynes Award für neue Stücke und mit dem großen Preis der Alberta Playwriting Competition ausgezeichnet. Mit “Choke” stellt Rootsaert erstmals eines ihrer Stücke einem europäischen Publikum vor.
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