Der Amerikaner zählt zu den wichtigsten Jazzpianisten der Gegenwart. Er liess sich von Miles Davis, Franz Schubert und Keit Jarrett inspirieren.
Bereits im Alter von sechs Jahren begann er, Klavierstunden zu nehmen. Er studierte Klavier und Komposition am Berklee College of Music und an der New School for Jazz & Contemporary Music. Unter seinen Lehrern waren Kenny Werner, Junior Mance und Fred Hersch, der den wohl größten Einfluss auf Brad Mehldau ausübte.
1994 war Brad Mehldau Mitglied des Ensembles der Europa-Tournee des Joshua Redman Quartet: Mehldau, Joshua Redman, Christian McBride und Brian Blade. Da diese Tournee ihn erstmals einem internationalen Publikum vorstellte, kann man durchaus sagen, dass seine Karriere hiermit begann. Im Folgejahr, 1995, gründete er das Brad Mehldau Trio zusammen mit Larry Grenadier (b) und Jorge Rossy (dr), deren erstes Album "Introducing Brad Mehldau" noch im gleichen Jahr viel Lob erntete.
Die hauptsächlichen Einflüsse in Mehldaus Musik kommen von Franz Schubert genauso wie von Oscar Peterson und Keith Jarrett - aber auch von Miles Davis, John Coltrane. Seine Art des Klavierspiels wird häufig mit der von Bill Evans verglichen, selbst wenn es - auch nach eigenen Aussagen Mehldaus; vgl. Linernotes zu "The Art of the Trio IV" - bedeutende Unterschiede in der musikalischen Konzeption gibt. Mehldau integriert in sein Repertoire neben Eigenkompositionen und Jazz-Standards auch auf den ersten Blick jazzferne Musik, so z.B. von der Alternative-Band Radiohead oder vom Folksänger Nick Drake sowie von den Beatles.
Mehldau, dessen Germanophilie und Interesse an der deutschen Kultur in den Namen zahlreicher Eigenkompositionen durchscheint ("Sehnsucht", "Zauberberg" etc.) kann als einer der wichtigen Jazzpianisten der letzten Jahrzehnte gelten. Neben der elegischen Grundhaltung seines Musizierens ist insbesondere seine Fähigkeit zur zweihändigen kontrapunktischen Improvisation mit unabhängig geführten Stimmen für ihn charakteristisch.
Konzerttermine
24.10 Rüsselsheim, Stadtheater
26.10 Mannheim, Alte Feuerwache
27.10 Dortmund, Konzerthaus
28.10 Wien, Wiener Konzerthaus
31.10 Salzburg, Uni Salzburg
Mehr Infos und Tickets unter www.daten-banken.de und www.bradmehldau.com


