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die britische New-Wave-Band Culture Club

Boy George bei der Nokia Night Of The Proms 2010 - Exaltiertes Pop Chamäleon trifft Sinfonieorchester

Sieben Monate vor Beginn des vorweihnachtlichen Klassik trifft Pop Spektakels lässt der Veranstalter die erste Katze aus dem Sack. Boy George wird als einer von fünf Stargästen an der Tournee teilnehmen.

Bevor die in Branchenkreisen als Sensation gefeierte Reunion seiner Band Culture Club 2011 auf Tour geht, haben die Besucher der Nokia Night Of The Proms vorab die Chance, eine der schillerndsten Popikonen der 80er Jahre exklusiv live zuerleben.

George wuchs als Sohn irisch-katholischer Elternauf. Schon früh kopierte er den Modestil seiner Vorbilder Marc Bolan und David Bowie, die ermusikalisch sowie modisch verehrte. Dies hatte zur Folge, dass George immer häufiger mit dem britischen Schuluniformsystem in Konflikt geriet, bis er wenig später deshalb von der Schule verwiesen wurde.

In London konnte er seinen Stil in den unzähligen Clubs der Stadt ausleben und lernte wenig später Malcolm McLaren kennen, der ihn erst in seine Band Bow Wow Wow aufnahm, um ihn nur unwesentlich später zu feuern, weil selbst ihm sein feminines Gehabe auf die Nerven ging.

George gründete daraufhin die britische New-Wave-Band Culture Club. Fortan firmierte er unter dem Künstlernamen Boy George. In einem Playboy-Interview erklärte George: „Viele Rasta-Typen nennen sich King Freddie oder Poppa George. „Boy“ war sozusagen die zahme Version davon.“

Er wurde das optische Aushängeschild der Band, sein „Look“ das unverkennbare Markenzeichen von Culture Club. Im November 1982 trat die Band mit ihrem Hit„ Do You Really Want to Hurt Me“ erstmals bei Top Of The Pops auf.

Danach gab es in den britischen, bald darauf weltweiten Medien kein Halten mehr. Boy George wurde „Englands Maskottchen“ (Der Spiegel). 1982 und 1983 wählten ihn die Leser des Daily Mirror zur „Pop Personality of the Year“.

Auf dem Höhepunkt seines Starruhms erschienen Boy-George-Ankleidepuppen, viele Magazine lieferten Anleitungen zum Nachschneidern seiner Garderobe und Boy-Georg-Schminktipps.

Das Madame Tussaud‘s verewigte ihn schließlich in Wachs und nahm ihn in sein Kabinett auf. Nach der Auflösung von Culture Club im Frühjahr 1987 startete er mit dem Album „Sold“ eine kurze und hauptsächlich in Europa erfolgreiche Solo-Karriere.

Seit den 1990er Jahren betätigt er sich vermehrt als DJ und tritt weltweit in Clubs auf. 1988 gründete erzusammen mit Jeremy Healy das Plattenlabel More Protein, das vorallem junge Künstler publiziert.

Erst 1994 erschien mit Cheapness And Beauty sein nächstes Album. Es unterschied sich mit seiner unkonventionellen Zusammenstellung aus Glam Rock, New Wave, Punk, seichtem Soul und einfühlsamen Balladen deutlich von seinen bisherigen Plattenaufnahmen.

Der Spiegelbestätigte ihm schließlich, „einer der letzten Pop-Großmeister und nicht bloß ein einfallsloser Fälscher“ zu sein. Seine aktuelle Single „Amazing Grace“ erschien im März, ein Album soll im Laufe des Jahres folgen.

Boy George verkaufte in seiner Karriere über 50 Millionen Alben, in vielen Ländern weltweit in den Top Ten zu finden und schrieb mit „Taboo“ ein Musical, das sowohl im Londoner Westend als auch am Broadway lief und für einen Tony Award nominiert war.

Als Sänger, Schauspieler, DJ, Künstler, Fotograf und Modedesigner erschuf er sich immer wieder neu und ist bis heute eine Pop-Ikone mit höchstem Wiedererkennungswert. Nach zehnjähriger Liveabstinenz wird Boy George exklusiv im Rahmen der Nokia Night Of TheProms seine größten Hits in Begleitung des Sinfonieorchesters Il Novecento performen.

Tourdaten:
Fr.
26.11.10
Köln
Lanxessarena
Sa.
27.11.10
Köln
Lanxessarena
So.
28.11.10
Oberhausen
Arena
Di.
30.11.10
Frankfurt
Festhalle
Mi.
01.12.10
Frankfurt
Festhalle
Do.
02.12.10
Erfurt
Messehalle
Fr.
03.12.10
Berlin
O2 World
Sa.
04.12.10
Hamburg
O2 World
So.
05.12.10
Hamburg
O2 World
Di.
07.12.10
Mannheim
SAP Arena
Mi.
08.12.10
Stuttgart
Schleyerhalle
Do.
09.12.10
München
Olympiahalle
Fr.
10.12.10
München
Olympiahalle
Sa.
11.12.10
München
Olympiahalle
So.
12.12.10
München
Olympiahalle
Di.
14.12.10
Bremen
Bremen Arena
Mi.
15.12.10
Hannover
TUI Arena
Fr.
17.12.10
Dortmund
Westfalenhalle
Sa.
18.12.10
Dortmund
Westfalenhalle

Beate Kriese

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