Der junge Brindsley Miller, als Künstler noch mittel- und erfolglos, laviert sich durch sein Leben. Ihn möchte Carol, ein Mädchen aus gutem Hause, ihrem gestrengen Vater, Colonel Melkett, als Zukünftigen schmackhaft machen. Kein leichtes Unterfangen.
Eine durchgebrannte Hauptsicherung lässt nicht nur das komplette Abendprogramm, sondern die gesamte Lebensplanungen der jungen Carol Melkett wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Dabei hatte sie sich alles stabsplanmäßig ausgedacht.
Kurzerhand und gegen den Willen ihres Zukünftigen Brindsley wurde das wertvolle Mobiliar seines befreundeten und zur Hysterie neigenden Nachbarn „ausgeborgt“, um ihrem Vater zu imponieren.
Außerdem erwarten die beiden frisch Verliebten am selben Abend einen exzentrischen, russischen Kunstsammler, der auf den Ehemann in spe als ambitionierten Bildhauer aufmerksam geworden ist. Er soll Brindsley eine Skulptur abkaufen, damit der vor dem Colonel eine gute Figur macht.
Wenn der seidene Sicherungsfaden nach wenigen Minuten birst und es realiter Dunkel wird, gehen auf der Bühne die Scheinwerfer an. Die Bühne ist zwar hell erleuchtet, die Figuren des Stückes aber tappen im Dunkeln.
Die eine Nachbarin, Miss Furnival, etepetete und bigott, sucht Schutz bei dem jungen Paar und entdeckt ihre Liebe zum Alkohol.
Der andere hysterische Nachbar und Antiquitätenhändler, Harold Gorringe, kommt von seinem Wochenendurlaub früher nach Hause als geplant. Clea, Brindsleys Verflossene, entscheidet sich kurzfristig und unabgesprochen, doch bei ihm zu bleiben.
Und der Elektriker Schupanski wird mit dem sehnlichst erwarteten Millionär George Godunow verwechselt. Mit dem Respekt gebietenden Vater Carols alles in Allem eine explosive Gesellschaft.
Alles stolpert und stürzt. Figuren wähnen sich unsichtbar und somit unbeobachtet. Finstere Verlogenheit tritt erhellend zu Tage. Kuriose Missverständnisse und SItuationskomik sind das Resultat
Ein amüsantes und turbulentes Spiel um Schein und Sein. Mit diesem Kunstgriff schrieb der in Liverpool 1926 geborene Autor Peter Shaffer 1965 neben „Amadeus“ eine der erfolgreichsten, englischen Boulevardkomödien.
24. September 2010
06. | 08. | 17. | 28. Oktober 2010
Regie Martin Baum
Austattung Anna Siegrot
Stunt- und Bewegungstrainer Thomas Ziesch
Dramaturgie Peter Hägele
Regieassistenz Clara Weyde
Ausstattungsassistenz Sonja Brandmaier
Inspizienz Margaret Huggenberger
Soufflage Elisabeth Weber
Brindsley Miller Thomas Hatzmann
Carol Melkett Franziska Schubert
Miss Furnival Eva Gosciejewicz
Colonel Melkett Gerhard Palder
Harold Gorringe Guido Gallmann
Schupanski Timo Lampka
Clea Johanna Geißler
George Godunow Christoph Rinke
Special Ghost Andres Reblin
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