Auf Einladung der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein feiern heute über sechzig Theater und zahlreiche Persönlichkeiten aus Kunst, Politik und Wirtschaft den Welttheatertag in Wuppertal.
Wir befürchten, dass die in Wuppertal beabsichtigte Schließung des Schauspielhauses, das 1966 von Heinrich Böll eröffnet wurde und Schauplatz einiger der größten Tanztheater-Visionen von Pina Bausch war, sich zu einem Signal mit verheerenden Folgen in der viel bestaunten deutschen Theaterlandschaft ausweitet.
Längst nämlich sind auch eine Reihe anderer Theater ähnlich bedroht. Die Begründung, Kultur sei eine „freiwillige Aufgabe“ der Kommunen, ist angesichts der Geschichte Deutschlands ein zynisches Argument.
Die Bundesrepublik Deutschland gibt jährlich ca. zwei Milliarden Euro für die Theater und Orchester aus – das sind ziemlich genau 0,2 Prozent aller öffentlichen Haushalte. Wehren Sie sich gegen jeden Versuch, durch Kürzungen dieser Mittel unsere Jugend von der Fortschreibung unserer Kultur abzuschneiden und unsere Kommunen weiter auszuzehren.
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit, wünsche Ihnen einen anregenden Theaterabend und grüße Sie im Namen der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein.
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