Gesellschaft Freunde der Künste

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bis 17. Januar 2010

Bonn - Ausstellung im Stadtmuseum zeigt Bilder des Straßenprotestes in der früheren Bundeshauptstadt

Am 3. November 1949 beschloss der Deutsche Bundestag, dass Bonn weiterhin die provisorische Bundeshaupstadt der gerade gegründeten Bundesrepublik Deutschland bleibt. In den darauf folgenden 50 Jahren war Bonn damit nicht nur politisches Zentrum, die Stadt wurde auch zu einem wichtigen Ort des politischen und sozialen Straßenprotests.

Vom 7. September 1949 bis zum 1. Juli 1999 - den Tagen der ersten und der letzten Bonner Bundestagssitzung - fanden hier etwa 7000 angemeldete Demonstrationen statt - Kundgebungen, Sternfahrten und Mahnwachen. Auf dem Markt- und dem Friedensplatz sowie dem Hofgarten, vor Ministerien, Botschaften und anderen öffentlichen Gebäuden protestierten kleine Gruppen, aber auch Zehntausende - Stahl- wie Bergarbeiter, Kriegsopfer und Vertriebene, Bauern, Bürgerinitiativen, Rüstungsgegner und viele andere.

 
Mit der Ausstellung "Auf zur Demo - Straßenprotest in der ehemaligen Bundeshauptstadt (1949-1999)" möchte das Stadtmuseum Bonn mit Fotos und Exponaten nun einen atmosphärischen Einblick in diese 50-jährige Bonner Demonstrationsgeschichte geben. Die Präsentation in der Franziskanerstraße 9 ist vom 6. November bis 17. Januar zu den üblichen Öffnungszeiten sehen.

Im Vorfeld hatte das Stadtmuseum nach Zeitzeugen gesucht und fragte bereits vor einem Jahr: Wer war dabei? Wer besitzt Fotos, Flugblätter, Transparente oder Schilder von damals? Auf diesem Weg kamen zahlreiche Dokumente zusammen, die jetzt in die Austellung Eingang fanden.

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