Kurz vor ihrem 18-jährigen Bestehen hat die Ska-Band „Blue Babies“ ein neues Album eingespielt: Das Baby hört auf den Namen „F.B.I. (Fast Beat Inc.)“ und wird am Freitag, den 29. Januar 2010 bei Jazzhaus Records veröffentlicht. Der Tonträger enthält elf Songs, davon acht Eigene, mit feinen Fast- und Offbeats garniert, die zum Hinternwackeln animieren, aber auch großartige neue und für die Babies eher untypische Sounds.
Gemeinsam mit dem Produzenten Philipp Rauenbusch, Bassist der Gruppe „Reamonn“, haben sich die Blue Babies den gesamten Sommer 2009 im Studio eingeschlossen und an den Songs und Aufnahmen getüftelt. Währenddessen kamen auch altbekannte Musikerkollegen vorbei, die das Album durch die ein oder andere musikalische Duftnote bereicherten:
So hat beispielsweise der ehemalige Babies-Kollege und jetzige Reamonn-Gitarrist Uwe „Magic“ Bossert seine Gretsch für ein Gitarren-Solo ausgepackt und Robert Solomon, Posaunist der Ska-Kollegen von „The Busters“, veredelte einen Song mit seinem Horngeblase aufs Feinste.
Besonders bemerkenswert ist die enorme stilistische Bandbreite, die sich auf dem Longplayer widerspiegelt: Der Offbeat, das typische Grundelement der Babies, wird immer wieder durch außergewöhnliche und unerwartete stilistische Streifzüge aufgebrochen. So gibt es neben Country, Polka und indischen Klängen sogar balladeske Ausflüge.
Die Scheibe ist geprägt von der besonderen Klangfärbung der Instrumentierung, dem Markenzeichen der Truppe: Mit Akkordeon und Saxophon sowie Kontrabass, Stromgitarre, Schlagzeug und zweimal Gesang strotzen sowohl die eigenen Songs, als auch die Coverversionen vor tanzbarer Power.
Darüber hinaus wurden einzelne Songs durch das Engagement von Gastmusikern veredelt – so sind neben der Gast-Posaune auch ab und an Piano-, Geigen- oder Sitarklänge zu hören.
Fazit: Zwei Jahre nach dem letzten Album der Blue Babies besticht der Nachfolger „F.B.I. (Fast Beat Inc.)“ durch tanzbare und zum Hüpfen animierende Uptempo-Nummern, relaxten First-Wave-Ska und einer außerordentlichen musikalischen Bandbreite, die Lust darauf macht, sich die Scheibe nach dem ersten Durchskanken einfach nochmals in Ruhe und mit offenem Ohr von Anfang bis Ende zu Gemüte zu führen.
Der weltweite Vertrieb von „F.B.I. (Fast Beat Inc.)“ startet ab Freitag, dem 29. Januar 2010 und ist auch digital auf allen bekannten eShops verfügbar.
Die Songs im Einzelnen:
Nach dem Intro, welches die spannende Vorgeschichte zum Albumtitel liefert, geht es unumwunden und ohne Vorwarnung mit dem los, wofür die Babies stehen: „F.B.I.“ ist gleichzeitig Name wie Programm des Opener-Titels, der mit fetten Fastbeats, schrägen 60’s-Sounds und Shoutings den geneigten Hörer zum so genannten Skanken, dem ausgelassenen Wackeln mit Hintern und Hüfte, animieren.
Der Song erzählt die Geschichte von „Fast Beat Incorporated“, einer fiktiven Behörde zur Förderung und Verbreitung schneller Beats und deren Detectives, die regelmäßig so genannte „Soft-Beat“-Parties aufspüren, um vor Ort zur „Strafe“ die Lautsprecherkabel durchzuschneiden.
Den Höhepunkt liefert das fulminante Gitarrensolo, in dem ein Außeneinsatz dieser Detectives zu hören ist, der stark an die amerikanische Kultserie „24“ erinnert.
„A La Ska“, ist ein First-Wave-Ska, der von jamaikanischer Gelassenheit nur so strotzt. Die für Jamaika so typische Offbeat-Betonung wird durch den Einsatz des Busters-Posaunisten Robert Solomon verstärkt – und sein extrem souveränes und groovendes Solo gibt der Ska-Hymne den letzten Schliff.
Der Folgesong „Opposites Attract“ ist nicht nur der dritte selbst komponierte Song in Folge, sondern sicher auch der radiotauglichste Hit mit eingängiger Melodiefolge und dem Gehör schmeichelnder Hook. Ein Song mit hoher Dynamik und treibendem Tempo.
„Venus“ ist der erste Coversong des Longplayers und besticht durch die Interpretationsfreude des Quintetts. Ein Klassiker, der in neuem Gewand erstrahlt und durch seine Dancehall-Qualitäten und den starken Offbeat eine fast tanzhypnotische Wirkung besitzt.
Aufgrund seiner Länge von anderthalb Minuten kann man den Song „Come With Me“ auch als Interlude bezeichnen, wobei er gerade durch seine Kompaktheit besticht. Ein energiegeladener Song aus eigener Feder mit Polkaeigenschaften fürs schnelle Skanken zwischendurch.
„How Can I Say“ entführt vom Großstadt-Dschungel direkt in den Wilden Westen. Eine Hymne über die subtilen Verständigungsschwierigkeiten zwischen Mann und Frau, im galoppierenden Half-time Country Style vorgetragen, dazu ein grandios klimperndes Honky-Tonk-Piano im Saloon.
„Spam“ rechnet ab mit dem wahrscheinlich größten Übel der heutigen virtuellen Realität. So harmlos wie virtueller Spam erscheint auf den ersten Höreindruck auch der Sound des selbst komponierten Songs – doch der Schein trügt auch hier.
Von Kingston nach Bombay: „Bollywood Ska“ verdeutlicht, dass Jamaika von Indien zumindest musikalisch nur einen Katzensprung entfernt ist. Hemmungslose Sitars treffen auf schlangenbeschwörende Gesänge und verschmelzen mit Off- und Balkanbeats aufs Feinste.
Mit „Tainted Love“ liefern die Blue Babies ein rockiges Cover, das bereits interne Bandgeschichte geschrieben hat: Es ist der einzige Song, der seit dem ersten Konzert im Jahr 1992 bis heute noch gespielt wird. Ein Gastspiel erster Güte liefert hierbei der ehemalige Babies-Kollege und jetzige Reamonn-Gitarrist Uwe Bossert, der den Song mit seiner Gretsch begleitet und durch ein geniales Solo bereichert hat.
„Man With The Hex“ ist inzwischen ein Klassiker des New-Swing aus den 90er Jahren und besticht durch das Voodoo-Feeling des an Gene Krupa erinnernden Grooves und das schräg reingrätschende Saxofonsolo. Ein Leckerbissen für alle Swingkids.
Entgegen aller Unkenrufe, die Babies könnten nur schnell und laut, beweist „Chanson“ das pure Gegenteil: Die allererste Ballade der Band beschreibt eine romantische und gleichzeitig verwirrende Nacht in der Stadt der Liebe.
Schon beim Intro fühlt man sich als Clochard ans Ufer der Seine versetzt und hört gespannt die melancholische Melodie, welche von der anderen Uferseite rüberweht. Ein fetter Bass ist der langsame Puls der Nacht, eine jauchzende Geige die Seele der Stadt – das ist Liebe auf den ersten Ton!
Erste Pressestimmen:
„Dass die Blue Babies immer wieder mit anderen Stilen flirten, macht ihr Album kurzweilig – und für jeden Freund flotter Musik zugänglich. Dass sie viel Witz haben, beweisen sie auch in den Texten: Welche traditionsverhaftete Ska-Band hätte schon einen Song über "Spam"
geschrieben?“ [Badische Zeitung, 19.12.09]
„Die Freiburger Blue Babies haben hier 11 dicke Songs aus dem Ärmel gezaubert, die mit
coolen Offbeats bestens ins Ohr gehen und zum lockeren Mitshaken animieren. Aber nicht nur das, denn die Blue Babies haben diesmal ein wenig weiter ausgeholt und sich auf bisher eher unbetastete Pfade gewagt.“ [HeartBeat Media, 26.12.09]
„Das neue Jahr könnte gar nicht besser beginnen als mit den sympathischen Jungs von den Blue Babies und ihrer neuen CD „F.B.I.“.“ [allska.de, 08.01.10]
Blue Babies - Ska-Band
Besetzung:
Nikolaus Halfmann – Saxofone
Matthias Conzelmann – Kontrabass, Stimme
Rainer Lenz – Akkordeon, Stimme
Michael Schillinger – Schlagzeug, Percussion
Andreas Kopfmann - Gitarren
Blue Babies
Andreas Kopfmann
Tel: 0761-1203647


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