Gesellschaft Freunde der Künste

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Am 15. Februar 2012

»Blick in die Tiefe« - Liederabend mit Ian Bostridge und Graham Johnson in Hamburg

Am 15. Februar ist der britische Tenor Ian Bostridge im Kleinen Saal der
Laeiszhalle zu erleben. Von Graham Johnson am Klavier begleitet, singt er
ausgewählte Lieder von Robert Schumann und Johannes Brahms.»Liederabende zusammenzustellen ist eines der befriedigendsten Dinge überhaupt«, so Ian Bostridge.

Wie man auf dem Weg durch verschiedene Stücke und Stimmungen »zu den
Sternen hinaufschaut und dann wieder abstürzt«, fasziniert den britischen Tenor. Schließlich ist das Lied die persönlichste und innigste Form der vokalen Kammermusik.


Erst spät begann Bostridges rasante Karriere als Sänger, er studierte zunächst Geschichte und Philosophie, promovierte 1990. Heute zählt er zu den ganz Großen seines Fachs. Die Presse lobt ihn für seine feine Stimme und seine emotionale Ausdruckskraft. Nun lädt Bostridge – gemeinsam mit dem gefragten Liedbegleiter Graham Johnson – zu einem Liederabend in die Laeiszhalle.


Robert Schumanns Lieder gelten als das Romantische in seiner reinsten Form. Der Komponist stellte die Musik ganz in den Dienst der Poesie, um jedes Gedicht »mit seinen kleinsten Zügen im feineren musikalischen Stoffe nachzuwirken«.

Zunächst erklingen einige späte Lieder aus op. 127 und 142. Um Einsamkeit, Abschied und das vergebliche Warten auf die Liebe geht es in den neun Liedern nach Gedichten von Heinrich Heine op. 24. Auch Johannes Brahms schloss in seinen Liedern den Ausdruck innerster Empfindungen ein.

Die neun Lieder op. 32 nach Gedichten von August von Platen und
Georg Friedrich Daumer richten den Blick in die Tiefen menschlichen Daseins,
beschwören Gespenster, besingen das Nichts, den Tod und die unerfüllte Sehnsucht.


Mit Unterstützung des Freundeskreises Elbphilharmonie + Laeiszhalle e.V.


Ian Bostridge, Tenor
Graham Johnson, Klavier
Kartenpreise: € 41 / 34 / 25 / 11
Programm:
Robert Schumann:


Dein Angesicht, so lieb und schön op. 127/2 (Fünf Lieder und Gesänge)
Lehn' Deine Wang' op. 142/2 (Vier Gesänge)
Es leuchtet meine Liebe op. 127/3 (Fünf Lieder und Gesänge)
Mein Wagen rollet langsam op. 142/4 (Vier Gesänge)
Liederkreis op. 24 nach Gedichten von Heinrich Heine


Johannes Brahms:
Sommerabend op. 85/1
Mondenschein op. 85/2
Meerfahrt op. 96/4
Der Tod, das ist die kühle Nacht op. 96/1
Neun Lieder op. 32

Ian Bostridge

Der 1964 in London geborene Tenor ist einer der renommiertesten Interpreten des klassischen und zeitgenössischen Repertoires. Er studierte Geschichte und Philosophie in Cambridge und Oxford, wo er 1990 promovierte. Erst danach begann seine steile Gesangskarriere.

Als Konzertsänger tritt Bostridge auf Musikfestivals sowie in allen großen Konzertsälen der Welt auf, u.a. mit den Berliner und den Wiener
Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra, dem Königlichen Concertgebouw Orchester Amsterdam sowie dem New York und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra.

Er singt unter Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Sir Colin Davis, Riccardo Muti und Daniel Harding. Sein Operndebüt gab Bostridge 1994 als Lysander in Brittens »A Midsummer Night's Dream« beim Edinburgh Festival. Auch als Interpret
zeitgenössischer Musik ist er hervorgetreten, so etwa bei der Uraufführung von Thomas Adès’ Oper »The Tempest«.

Er war artist in residence am Wiener Konzerthaus, im Amsterdamer Concertgebouw, an der Carnegie Hall in New York sowie in der Saison 2011/12 an der Londoner Wigmore Hall. Für seine Aufnahmen erhielt er u.a. den Choc de l'année du Monde de la Musique, den Diapason d'Or, den Gramophone Award sowie den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Als Buchautor veröffentlichte er im Oktober »A Singer’s Notebook«. Ian Bostridge lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in London.

Graham Johnson


Der Pianist Graham Johnson ist ein weltweit gefragter Liedbegleiter. In Rhodesien geboren, ging er 1967 zum Studium nach London. 1976 gründete er u.a. mit Dame Felicity Lott »The Songmakers' Almanac«, um unbekanntes Repertoire der Vokalmusik zu erforschen und auf die Bühne zu bringen.

Er plante und spielte Konzerte zur Wiedereröffnung der Londoner Wigmore Hall 1992 sowie bei ihrem hundertjährigen Jubiläum 2001. Außerdem war er Mitglied der Jury bei der Wigmore Hall Song Competition. Johnson begleitet Sänger
wie Sir Thomas Allen, Ian Bostridge, Thomas Hampson, Christoph Prégardien, Thomas Quastoff, Dorothea Röschmann und Sarah Walker.

Im April 2011 war er gemeinsam mit Dame Felicity Lott auf Japan-Tournee.
Zahlreiche Alben hat Johnson bei Sony, BMG, Harmonia Mundi, Forlane, EMI und DGG aufge-nommen. Bei Hyperion Records spielte er alle Schubert- und Schumann-Lieder ein.

Außerdem gibt es eine fortlaufende CD-Reihe mit französischen Liedern. Unter Grahams Auszeichnungen ist mehrfach der Gramophone Solo Vocal Award (1989, 1996, 1997 und 2001). 2002 ernannte ihn die Französische Regierung zum Chevalier de l‘Ordre des Arts et Lettres.

2010 wurde er zum Ehrenmitglied der Königlichen Schwedischen Musikakademie
erhoben. Graham Johnson hat mehrere Bücher geschrieben, darunter »The Songmakers’ Almanac; Twenty years of recitals in London«, »The French Song Companion for OUP« und »Gabriel Fauré – the Songs and their Poets«. Der Pianist lehrt an der Guildhall School of Music & Drama in London.

Nataly Bombeck und Elena Wätjen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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