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Kulturstaatsminister Bernd Neumann würdigte den Autor

Bewegende Geste der Versöhnung - Imre-Kertész-Archiv in Berlin

Der Literaturnobelpreisträger Imre Kertész hat seine Manuskripte, Korrespondenzen und Tagebücher der Akademie der Künste in Berlin übergeben. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat das Archiv eröffnet.

Der ungarische Schriftsteller Imre Kertész hat mit seinem "Roman eines Schicksallosen" eines der bedeutendsten erzählerischen Werke über den Holocaust geschaffen. Auch in vielen weiteren Erzählungen, Romanen und Essays setzte sich Kertész mit dem Überleben nach Auschwitz auseinander. Ein literarisches Werk, für das er vielfach ausgezeichnet wurde und 2002 den Nobelpreis für Literatur erhielt.

Vor kurzem hat der inzwischen 83-jährige Autor sein künstlerisches Archiv der Akademie der Künste in Berlin übergeben, der er seit 2003 als Mitglied angehört. Es umfasst Manuskripte, Notizhefte, Entwürfe, Reden und Korrespondenzen, die dort Wissenschaft und Forschung zur Verfügung stehen. Heute wurde das Kertész-Archiv offiziell eröffnet.

Bewegende Geste der Versöhnung

Kulturstaatsminister Bernd Neumann würdigte den Autor als Zeitzeugen und literarische Stimme gegen das Vergessen. Es sei eine "bewegende Geste des Vertrauens und der Versöhnung", dass Kertész als Überlebender des Holocaust sein Werk auf Dauer einer Akademie in der Hauptstadt Deutschlands überlasse.

Das Entstehen des großartigen Werks von Imre Kertész werde anhand vieler einzigartiger Dokumente und Originalzeugnisse nachvollziehbar. Dieses Archiv sei, so Neumann, "ein Konvolut von herausragender literarischer, aber auch historischer Bedeutung."

Quelle:
http://www.bundesregierung.de/...