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Bewegte Bilder, die bewegen

Bewegende Bilder bei den Krefelder Tanztagen - Schweizer Tanzensembles sind zu Gast

Das Programm „suisse en suite" vermittelt bei den Krefelder Tanztagen vom 31. Oktober bis zum 21. November im Kulturzentrum Fabrik Heeder einen lebendigen Eindruck von der jungen zeitgenössischen Szene im benachbarten Alpenland. Bewegte Bilder, die bewegen. Auf der Bühne spielt sich ein Gesamtkunstwerk aus Licht, Ton, Bewegung und Film ab, das alle Sinne der Zuschauer fesselt. Die Darsteller finden immer neue Formen, um ihren Körper im Rhythmus der Klänge in Szene zu setzen. Sie kommen aus der Schweiz und geben bei den Krefelder Tanztagen ein Gastspiel.

„Wir wollen in diesem Jahr bewusst über den Tellerrand blicken und zu einem künstlerischen Austausch anregen", betont Dorothee Monderkamp vom Krefelder Kulturbüro. „Das tänzerische Potenzial der interessanten Schweizer Compagnien ist uns schon vor zehn Jahren aufgefallen. Das wollen wir nun beispielhaft unserem Publikum präsentieren". Sieben verschiedene Produktionen hat sie für das Festival gewinnen können.

 Der Eröffnungsabend (Freitag, 31. Oktober, 20 Uhr) gehört dem Ensemble Da Motus! aus Fribourg. Das Stück „Attention" erzählt keine Geschichte. Es setzt sich vielmehr mit der Aufmerksamkeit des Menschen, seinen Gedanken und seinem Tun auseinander. Unter der Leitung von Antonio Bühler und Brigitte Meuwly führen die Tänzer ihrem Publikum vor Augen wie schwierig es ist, den Augenblick intensiv zu erleben. „Da Motus benutzt dazu eine sehr bildhafte Sprache und setzt Videomaterial effektvoll ein. Das hat mich sehr beeindruckt", betont Dorothee Monderkamp.

Im Anschluss an das Bühnenprogramm eröffnet an diesem Abend um 21.30 Uhr die Ausstellung „Têtes de l`Art" in der Fotogalerie Heeder. Die Fotografin Caroline Minjolle aus Zürich hat eigenwillige Portraits von Schweizer Choreographen gemacht und stellt ihre Arbeiten im Gespräch vor. Die Bilder sind unter freiem Himmel, im Tanzstudio, in einer Wohnung oder im Atelier entstanden.

 Es sind Momentaufnahmen, die die Individualität des Porträtierten in den Blickpunkt rücken. Sie alle zeugen von besonderen Begegnungen. Die Bilder sind noch bis zum 10. Januar in Krefeld zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Das weitere Programm des Tanzfestivals: Mit „Dawn" und „Tale 2 of Sympathetic Vibration" zeigt die Compagnie Hideto Heshiki am Freitag, 6. November, ab 20 Uhr auf der Studiobühne I zwei verschiedene Produktionen an einem Abend. Das erste ist eine zwölfminütige Soloeinlage von Tänzer und Choreograph Hideto Heshiki.

 Er zeigt zu Gitarrenrhythmen Bewegungen mit vibrierender Präsenz und viel Dynamik. Das zweite Stück zeigt drei Darsteller, die sich ganz für sich in einem von Musik und Licht gestalteten Raum bewegen und aus der Gemeinsamkeit eine stille Harmonie entstehen lassen.

Eindrucksvolle Bilder bestimmen die Choreographie Andrógena de Minas von Cisco Aznar, die am Sonntag, 8. November, um 11 und 20 Uhr auf der Studiobühne I zu sehen ist. Auf der Suche nach der Harmonie und der Einheit des Wesens nehmen die Tänzer ihr Publikum mit auf eine unwegsame Pilgerreise durch die Schluchten des Unterbewussten. Die Vormittagsvorstellung richtet sich vor allem an Jugendliche ab zwölf Jahren.

 Eine Einführung bringt ihnen das Thema des Stücks näher. In einer Nachbesprechung können sie ihre Eindrücke diskutieren. Vor der Abendvorstellung spricht Gianni Malfer vom Berufsverband der Schweizer Tanzkünstler nicht nur über die Inhalte der Produktion, sondern berichtet auch über die Strömungen in der Schweizer Szene.

Mit der Frage nach der Gleichzeitigkeit verschiedener Zeitebenen beschäftigt sich am Samstag, 14. November, ab 20 Uhr auf der Studiobühne I das „Stück mit Flügel" von Anna Huber. Es lädt ein zu einer Reise zwischen verschiedenen Orten und Zuständen. Das Flüchtige des zeitgenössischen Tanzes verbindet sich mit den strukturierten Kompositionen von György Ligeti, György Kurtág, Franz Liszt und reibt sich an der elektronischen Bearbeitung von Martin Schütz. Gemeinsam mit der Pianistin Susanne Huber entsteht ein feines Gewebe aus Klang und Bewegung

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Die Produktion „No.Thing“ am Sonntag, 15. November, ab 20 Uhr auf der Studiobühne I konzentriert sich auf den reinen Tanz und seine Beziehung zur Musik. Die Bewegungen sind sehr körperlich und entfalten eine kraftvolle Dynamik. Nach der Einheit mit sich selbst sucht Irina Lorez in ihrem Stück „eins“ am Samstag, 21. November, ab 20 Uhr auf der Studiobühne I. Gemeinsam mit ihrer Tanzpartnerin ist sie auf der Bühne Schatten und Spiegelung des Einzelwesens.

 Die Bewegung bringt den Raum zwischen ihnen jedoch zum Schwingen und die Grenzen des Individuums verschwimmen. Anschließend stellt Laura Kalauz auf der Studiobühne II ihr Projekt „Turist 3.1“ vor. Sie untersucht mit Text, Film und Tanz die Verhaltensmuster fremder Menschen in einem öffentlichen Raum. Mithilfe von Störungen versucht sie die unausgesprochenen Regeln aufzubrechen und in Frage zu stellen.


Karten für die Einzelveranstaltungen sowie ein Festivalticket verkauft das Kulturbüro auf der Friedrich-Ebert-Straße 42. Informationen und Reservierungen unter Telefon 02151 583611.

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