Er gilt als einer der letzten modernen Bänkelsänger und unbestechlicher Chronist seiner Epoche: Robert Gilbert. Viele seiner Songs gaben der Zeit, in der sie entstanden, Rhythmus und Sprache. Seine „Ervolkslieder“ wurden zu Evergreens und sind bis heute populär geblieben:
„Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“, „Ein Freund, ein guter Freund“, „Das ist die Liebe der Matrosen“. Später schrieb er deutsche Fassungen für Musicalerfolge wie „My Fair Lady“, „Oklahoma“ und „Hello Dolly“.
Wichtiger waren ihm selbst die Verse, mit denen er sich immer wieder einmischte und seinen Zeitgenossen ins Gewissen zu reden versuchte, mit sozial engagierten Songs wie dem „Stempellied“ oder den verletzlichen Zeilen aus den Jahren des Exils.
Volker Kühn skizziert Leben und Werk des Mannes, in dem Hannah Arendt einen direkten Nachfahr Heinrich Heines sah. Gilberts Motto „Meckern ist wichtig – nett sein kann jeder“ ist zugleich der Titel einer neuen Doppel-CD mit historischen Aufnahmen aus den Archiven der Akademie der Künste.
Mit Volker Kühn, Katherina Lange, Cathlen Gawlich und Ilja Richter, am Piano: Nikolai Orloff
Eintritt € 5 / ermäßigt 3
Lesung, Lieder, CD-Vorstellung
mit Ilja Richter, Katherina Lange u.a.
Freitag, 08. Oktober 2010
20:00 Hanseatenweg
Studiofoyer
Akademie der Künste
10117 Berlin-Mitte
Pariser Platz 4
Manfred Mayer
Verantw. für Internetredaktion
Telefon 49.30.200 57-0
web-redaktion@adk.de


Robert Gilbert, Berlin, 50er Jahre. Akademie der Künste, Robert-Gilbert-Archiv, Privatfoto