Am 21. November wird sich der Todestag Heinrich von Kleists zum 200. Mal jähren. Aus diesem Anlass präsentiert sich das Kleist-Gedenkjahr 2011 mit überregionaler Bedeutung und internationaler Ausstrahlung.
Die hier vorgestellten Veranstaltungen gehen zurück auf eine Initiative des Kleist-Museums, Frankfurt (Oder), der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, Berlin und der Stadt Frankfurt (Oder) mit Unterstützung des Bundes und der Länder Berlin und Brandenburg.
Bei Heinrich von Kleist muss von „Identität“ im Plural gesprochen werden. Seine komplexe Person scheint oft rätselhaft und auch widersprüchlich. Die Doppelausstellung „Kleist: Krise und Experiment“ schafft durch starke Bild- und Klangwelten Freiraum für Interpretation und Assoziation.
Drei zentral positionierte „Katastrophenräume“ zu Kleists Erfahrung als Kindersoldat, dem Untergang Preußens und dem endgültigen Selbstmord bilden in dem Berliner Teil der Ausstellung das Gerüst.
Der Frankfurter Ausstellungsteil widmet sich Kleists körperlichen und sozialen Identitäten. Die Ausstellung wird durch ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet (Eröffnung: 20.5.11, Ephraim-Palais Berlin / 22.5.11, Kleist-Museum, Frankfurt (Oder) / bis 29.1.12).
In der zweiten Jahreshälfte schließen die „Kleist-Festtage“ in Frankfurt (Oder), die Uraufführung des Projekts „Einen Kleist“ der Gruppe Rimini Protokoll, das „Kleistfestival“ am Maxim Gorki Theater Berlin, verschiedene Kongresse, die Vergabe des jährlichen Kleist-Preises und ein umfängliches Abschlussprogramm rund um den 21. November 2011 an.
Das Kleist-Jahr 2011 steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff und wurde am 4. März in Frankfurt (Oder) feierlich eröffnet.
Stefan Hirtz
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