Hamburg, - Sie gehört zu den gefragtesten Sängerinnen ihres Fachs: die Koloratursopranistin Sumi Jo. Nach ihrem fulminanten Hamburg-Debüt im März 2009 als Marie in »La Fille du Régiment« schlüpft sie im Oktober drei Mal in die Rolle der kapriziösen Donna Fiorilla in »Il Turco in Italia«.
Als sie 23-jährig von Herbert von Karajan zu den Salzburger Festspielen eingeladen wurde, war dies der internationale Durchbruch für die Koreanerin. Gastengagements und Solo-Konzerte führten sie seitdem um die ganze Welt.
Zu ihrem umfangreichen Repertoire gehören Partien wie die Königin der Nacht (»Die Zauberflöte«), Gilda (»Rigoletto«), Olympia (»Les Contes d’Hoffmann«), Rosina (»Il Barbiere di Siviglia«), Violetta Valéry (»La Traviata«), Zerbinetta (»Ariadne auf Naxos«) und die Titelpartie in Léo Delibes Lakmé.
Über 50 CD-Aufnahmen dokumentieren die Breite ihres Könnens, für mehrere Produktionen wurde sie mit dem Grammy ausgezeichnet. Neben Auftritten in allen wichtigen Musikzentren der Welt sang sie auch bei Events wie dem Gala-Konzert anlässlich der Olympischen Spiele in Peking 2008.
In Christof Loys unterhaltsamer Inszenierung von Rossinis »Il Turco in Italia« verdreht Sumi Jo als Donna Fiorilla allen Männern den Kopf. Ihr gehörnter Ehemann Don Geronio wird von Luciano Di Pasquale gesungen, Filippo Adami verkörpert seinen Nebenbuhler Don Narciso. Tigran Martirossian interpretiert Selim, den »Türken in Italien«. Als Prosdocimo gibt Moritz Gogg sein Rollendebüt. Alfred Eschwé dirigiert die Philharmoniker Hamburg.
Vorstellungen: 5., 7. und 15. Oktober 2010, 19.30 Uhr
Karten sind erhältlich an der Tageskasse der Hamburgischen Staatsoper, unter der Telefonnummer 040 / 35 68 68, im Internet unter www.staatsoper-hamburg.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
Anja Bornhöft
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