Die Regeln sind einfach: gehorchen. Oder befehlen. Je nachdem, zu welcher Gruppe man gehört… Für ein Forschungsprojekt sucht das psychologische Seminar einer Universität Freiwillige. Einzige Vorbedingung: Die Kandidaten verzichten für die Dauer von 14 Tagen auf ihre bürgerlichen Grundrechte. Schauplatz des Experiments ist ein simuliertes Gefängnis.
Die Probanden, allesamt „Durchschnittsbürger“, werden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt: Die einen spielen die Wärter, die anderen die Gefangenen. Aufgabe der Wärter ist es, eigene Mittel und Wege zu finden, die Ordnung aufrecht zu erhalten und – gegebenenfalls – auf Ungehorsam zu reagieren. Doch schon nach kurzer Zeit setzt sich eine Spirale aus Erniedrigung, Willkür und Gewalt in Gang. Was als harmloses Spiel begonnen hat, gerät völlig außer Kontrolle…
„Du machst alles. Alles machst du. Dinge, die nichts mit deiner Erziehung zu tun haben, nichts mit deinem Charakter. Finde dich wieder zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort und du machst es.“ Das legendäre Stanford-Prison-Experiment musste 1971 nach nur wenigen Tagen abgebrochen werden, weil die Situation im simulierten Gefängnis eskalierte: Auf schockierende Art und Weise zeigte sich, zu welchen Taten ‚Normalbürger’ im Namen von Recht und Ordnung fähig sind. Nach Oliver Hirschbiegels Film „Das Experiment“ (2001) setzt sich nun auch Hermann Schmidt-Rahmers 2008 uraufgeführtes, beklemmendes Bühnenstück mit der hochaktuellen Thematik auseinander.
Besetzung
Inszenierung: Christoph Roos
Bühne und Kostüme: Thomas Rump
Musik: Markus Maria Jansen
Dramaturgie: Vera Ring
Kontakt
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