Gesellschaft Freunde der Künste

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in der Wiener Galerie Peithner-Lichtenfels

„Beim Dinner. Mit....“ Leerstellen für Sammler - Maks Dannecker & Barbara Rapp inszenieren ihr Gastmahl

Virtuelle Kontakte trifft man bekannter weise im Web 2.0 – ebensolche trafen einander aber auch am 16. Februar 2011 in der Wiener Galerie Peithner-Lichtenfels und zwar in der Realität, wo Maks Dannecker und Barbara Rapp zum „Dinner. Mit …“ in den ersten Bezirk laden.

In einer raumgreifenden Installation inszenieren sie ihr Gastmahl, das dem Besucher Spuren virtueller Tischgespräche präsentiert. Über 150 Kunstgenießer, einige davon wurden per Internet bereits Zeuge des Kunstprojektes, fanden sich zur Ausstellungseröffnung ein; die eine oder andere Überraschung ob des nunmehrigen realen Aufeinandertreffens mit eingeschlossen.

Und wie könnte es auch anders sein, als dass die erste „Begegnung“ zwischen Galerist und Künstlerinnen hier ebenso virtuell stattfand. Launig erzählte Georg Peithner-Lichtenfels von einem mitternächtlichen Voip-Chat 2008, als er während der Scope Art Show in Miami mit Barbara Rapp nicht nur über die Messegeschäfte plauderte.

Die Dinge nahmen ihren Lauf und so „schweben“ nun die durchwegs sehr ästhetischen Relikte dieser ungewöhnlichen Kollaboration in den Räumlichkeiten seiner Galerie.

Der eine oder andere Besucher begutachtete intensiv die unter den Plexi-Bildobjekten positionierten Klötzchen, Hinweise auf den chronologischen Verlauf des virtuellen Dinners, oder ließ sich von der perfekt auf die Galeriearchitektur abgestimmten Gesamtinstallation beeindrucken.

Im Gespräch waren auch die bewegten Bilder in dieser Ausstellung. Einerseits als „Dinner_Pre“ Videoinstallation hinter dem Vorhang, die mit der Lust am Voyeurismus spielt. Andererseits visualisiert eine Doppelslideshow zwischenmenschliches Geplänkel in abstrahierter Dialogsituation – Zickereien nicht auszuschließen.

Solcherartiges war allerdings nie ein Thema in der prozessorientierten Arbeit der beiden Künstlerinnen, wo Maks Dannecker für Fotoarbeiten und Recherche, Barbara Rapp für die inhaltliche Weiterinterpretation des virtuellen Feedbacks verantwortlich zeichnet.

Kunsthistorikerin Simone Kraft, selbstredend auch ein Kontakt aus den social networks, kam zur Eröffnung aus Heidelberg angereist. Sie hat den zahlreich erschienenen Gästen nicht nur die konzeptuellen Hintergründe des Projektes nähergebracht, vielmehr ist sie auch Verfasserin eines Essays im exklusiv zu dieser Ausstellung herausgegebenen Kunstbuch mit Abbildungen der Hauptwerke.

In dem limitierten und von Maks Dannecker und Barbara Rapp signierten Band sind auch die ausführlichen Reaktionen der virtuellen Charaktere während des Arbeitsprozesses nachzulesen.

Kommentare wie „Oh, ist das schön geworden“ oder „Kann ich da mitmachen?“ bekamen die beiden Künstlerinnen vor Ort zu hören und ließen mit einem Augenzwinkern ihre Spannung auf die weitere Entwicklung dieses „work in progress“ erraten. Impulse und Feedback ausdrücklich erwünscht!

 „Ganz schön glossy!“ stellte einer der Besucher fest und „glossy“ sind konsequenterweise auch die hier gezeigten Impressionen der Ausstellung, serviert von Maks Dannecker.Genießen ist erlaubt!

„Beim Dinner. Mit …“ Leerstellen für Sammler

Maks Dannecker & Barbara Rapp

Ausstellung vom 17. Februar bis 12. März 2011

Galerie Peithner-Lichtenfels | Raum II

Sonnenfelsgasse 6
1010 WIEN | ÖSTERREICH
Mo nach Vereinbarung | Di–Fr 10:00–18:00 Uhr | Sa 10:00–16:00 Uhr
www.peithner-lichtenfels.at

galerie@peithner-lichtenfels.at

Georg Peithner-Lichtenfels
+43 699 13 57 37 30

 

BARBARA RAPP . ZEITGENÖSSISCHE KUNST & KUNSTPROJEKTE

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